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Verluste beim Europa-Geschäft

Opel-Mutter GM berät über Standort-Schließungen

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) verhandelt nach eigenen Angaben mit den Gewerkschaften über die Schließung von einem oder mehreren Standorten in Europa.

Beim deutschen Autobauer Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall sollten "dauerhaft" Produktionskapazitäten abgebaut werden, sagte GM-Sprecher James Cain der Nachrichtenagentur AFP. Auf die Frage, ob dies die Schließung einer oder mehrerer Werke in Europa bedeute, antwortete er: "Ja, darüber wird derzeit verhandelt." Zuvor hatte GM-Chef Dan Akerson gesagt, dass er bis zum Herbst eine "umfassende Einigung" mit der IG Metall über die Zukunft von Opel erwarte.

Einenkel widerspricht

Der Chef des Betriebsrats im Bochumer Opel-Werk, Rainer Einenkel, sagte AFP jedoch, die IG Metall sei "nicht bereit, solche Verhandlungen zu führen". Es gebe auch derzeit keine entsprechenden Gespräche. Zudem wolle die Gewerkschaft "alles tun, damit kein anderes Werk, auch außerhalb von Deutschland, schließen muss", sagte Einenkel.

Verluste im zweiten Quartal

Die Europa-Sparte von GM mit Opel drückt weiter auf die Zahlen des US-Unternehmens. Im zweiten Quartal verlor GM mit Opel und der Schwestermarke Vauxhall 361 Millionen Dollar. Die Verluste summierten sich bis Ende Juni auf fast 620 Millionen Dollar (502 Millionen Euro).

Zuletzt hatte Opel wegen zahlreicher Rücktritte von Führungskräften für Schlagzeilen gesorgt. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke war im Juli als Vorstandsvorsitzender zurückgetreten. Außerdem kündigte das Unternehmen an, dass zusätzlich zahlreiche Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Der Konzern begründete den Schritt mit dem Abbau der Bürokratie.

Stand: 02.08.2012 23:14 Uhr

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