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10.02.2010

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Wirtschaft
Opelwerk in Eisenach
Opel-Sanierung: GM will alle vier deutschen Werke erhalten
Auch Eisenach darf Opel-Werk behalten

GM will alle deutschen Standorte erhalten

Auch das Opel-Werk in Eisenach bleibt erhalten. Das sagte GM-Europachef Nick Reilly in Rüsselsheim nach einem Gespräch mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Eisenach werde ein wichtiger Standort bleiben.

GM-Europachef Reilly und sein Dienstwagen (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Hat sich mit den vier "Opel-Ministerpräsidenten" getroffen: GM-Europachef Reilly mit seinem Dienstwagen, einem Insignia.]
Lieberknecht und Reilly (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Gute Nachrichten auch für das Werk Eisenach: Reilly im Gespräch mit der thüringischen Ministerpräsidentin Lieberknecht]
 

Die Fertigung am kleinsten deutschen Opel-Standort mit rund 1700 Beschäftigten sei "hocheffizient", sagte Reilly. Zwar schreibe Eisenach derzeit rote Zahlen. Dies liege aber an der momentanen Situation auf dem weltweiten Automarkt. In Eisenach sei deswegen die Produktion zurückgefahren worden. Ab 2012 jedoch werde die Fertigung in Thüringen nach derzeitiger Planung wieder voll laufen, sagte Reilly.

Zuvor hatte Reilly bereits Zusagen für die Standorte Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern abgegeben. Allerdings werden sich die rund 25.000 Beschäftigten von Opel in Deutschland auf einen deutlichen Stellenabbau einstellen müssen. Europaweit sollen insgesamt bis zu 9500 Jobs entfallen.

Das Opel-Werk in Kaiserslautern (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Für die Opel-Werke in Kaiserslautern... ]
Opel-Werk in Bochum (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: ...und Bochum gibt es Standortzusagen. ]
 

GM will Sanierungskonzept präsentieren

GM will die europäischen Arbeitnehmervertreter heute über das Opel-Sanierungskonzept informieren. Nach den bisher bekannten Plänen sollen die Fixkosten bei der Europa-Tochter um 30 Prozent und die Kapazität um bis zu 25 Prozent reduziert werden.

Dossier:

Opel
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Gebäude auf dem Opel-Gelände in Rüsselsheim (Foto: dpa/dpaweb) [Bildunterschrift: Opel in Rüsselsheim wird künftig auch die Europa-Zentrale von GM beherbergen. ]
In Rüsselsheim war Reilly auch mit dem hessischen Regierungschef Roland Koch zusammengekommen. Bei der Gelegenheit versicherte er, wie bedeutend der Stammsitz Rüsselsheim für GM sei. "Rüsselsheim ist nicht nur ein sehr guter Produktionsstandort, sondern auch das Entwicklungszentrum". Die Verlagerung der Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim sei ein Zeichen, welche Bedeutung GM Rüsselsheim beimesse.

Reilly kündigte auch eine Vereinfachung der Managementstrukturen in der künftigen Opel-Europazentrale in Rüsselsheim an. Statt derzeit zwei Managementebenen soll es demnach nur noch eine geben,

Seit gestern liegt Opel wieder ganz in der Hand des US-Mutterkonzerns GM, nachdem dieser die letzte Rate eines deutschen Überbrückungskredits zurückgezahlt hatte.

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Barroso: Beihilfen streng prüfen

GM rechnet bei seinem auf 3,3 Milliarden Euro bezifferten Sanierungsplan auch mit Staatshilfen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte an, mögliche Beihilfen für den Autobauer auch künftig "strikt" auf deren Vereinbarkeit mit EU-Vorschriften prüfen zu lassen. Ein Wettbewerb in Sachen Subventionen liege nicht im Interesse der EU, sagte Barroso am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg.

Opel-Standorte in Deutschland:

Der Autobauer Opel hat neben dem Bund auch die Länder Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um Hilfe gebeten. Die deutsche Tochter des schwer angeschlagenen amerikanischen Autokonzerns General Motors hat in diesen vier Bundesländern folgende Werke:

Hessen: Rüsselsheim ist der Stammsitz des 146 Jahre alten Unternehmens. Hier arbeiten 18.300 Mitarbeiter. Neben der Zentrale ist in Rüsselsheim das internationale Entwicklungszentrum sowie ein neu errichtetes Werk angesiedelt. Bis zu 270.000 Autos jährlich laufen in dem Werk vom Band.

Nordrhein-Westfalen: Seit 1962 ist Opel auch am Standort Bochum tätig, mittlerweile werden drei Werke auf einem ehemaligen Zechengelände betrieben. Beschäftigt sind hier 5300 Mitarbeiter, die vor allem die Modelle Astra und Zafira sowie Achsen und Getriebe herstellen. 2007 wurden in Bochum rund 240.000 Fahrzeuge gebaut.

Rheinland-Pfalz: In Kaiserslautern stellen rund 2300 Mitarbeiter Vierzylinder-Leichtmetall-Ottomotoren und Vierzylinder-Turbodieselmotoren mit Commonrail-Kraftstoffeinspritzung her. Im Komponentenwerk sind weitere 2300 Mitarbeiter tätig. Opel betreibt den Standort Kaiserslautern seit 1966.

Thüringen: Bei der Opel Eisenach GmbH produzieren 1900 Mitarbeiter den neuen Corsa. Das Werk startete 1992 kurz nach der Wende.


Quelle: , Quelle: opel.de
Stand: 25.11.2009 14:27 Uhr
 

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