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10.02.2010

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Wirtschaft
Opel Eisenach (Foto: AP)
Opel-Sanierung: Was wird aus Eisenach?
GM-Sanierungspläne für Opel

Was wird aus Eisenach?

Der US-Autobauer General Motors (GM) will die europäischen Arbeitnehmervertreter heute über das Opel-Sanierungskonzept informieren. Nach den bisher bekannten Plänen sollen die Fixkosten bei der Europa-Tochter um 30 Prozent und die Kapazität um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Außerdem sollen binnen eines Jahres 9000 bis 10.000 der rund 50.000 Stellen in Europa wegfallen.

GM-Europachef Nick Reilly will außerdem mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht über die Zukunft des Opel-Standorts Eisenach sprechen.

Nach einem Treffen mit dem hessischen Regierungschef Roland Koch versicherte Reilly, wie bedeutend der Stammsitz Rüsselsheim für GM sei. "Rüsselsheim ist nicht nur ein sehr guter Produktionsstandort, sondern auch das Entwicklungszentrum". Die Verlagerung der Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim sei ein Zeichen, welche Bedeutung GM Rüsselsheim beimesse. Koch sagte, in Rüsselsheim seien keine betriebsbedingten Kündigungen geplant.

Schließung von Eisenach könnte 22.000 Jobs gefährden

Lieberknecht will nach Angaben der Staatskanzlei bei dem Treffen mit Reilly deutlich machen, welche Bedeutung das Opel-Werk für den Automobilstandort Eisenach und für Thüringen hat. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hatte berechnet, dass bei einer Schließung Steuerausfälle von rund 382 Millionen Euro drohen und bundesweit bis zu 22.000 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten. Die 1992 eröffnete Fabrik gehört zu den größten Industriearbeitgebern in Thüringen.  

Das Opel-Werk in Kaiserslautern (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Für die Opel-Werke in Kaiserslautern... ]
Opel-Werk in Bochum (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: ...und Bochum gibt es schon Standortzusagen. ]
 

Gestern hatte Reilly Standortgarantien für Bochum und Kaiserslautern abgegeben. Zudem liegt Opel seit gestern wieder ganz in der Hand des US-Mutterkonzerns GM, nachdem dieser die letzte Rate eines deutschen Überbrückungskredits zurückgezahlt hat.

Barroso: Beihilfen streng prüfen

GM rechnet bei seinem auf 3,3 Milliarden Euro bezifferten Sanierungsplan auch mit Staatshilfen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte an, mögliche Beihilfen für den Autobauer auch künftig "strikt" auf deren Vereinbarkeit mit EU-Vorschriften prüfen zu lassen. Ein Wettbewerb in Sachen Subventionen liege nicht im Interesse der EU, sagte Barroso am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg.

Opel-Standorte in Deutschland:

Der Autobauer Opel hat neben dem Bund auch die Länder Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um Hilfe gebeten. Die deutsche Tochter des schwer angeschlagenen amerikanischen Autokonzerns General Motors hat in diesen vier Bundesländern folgende Werke:

Hessen: Rüsselsheim ist der Stammsitz des 146 Jahre alten Unternehmens. Hier arbeiten 18.300 Mitarbeiter. Neben der Zentrale ist in Rüsselsheim das internationale Entwicklungszentrum sowie ein neu errichtetes Werk angesiedelt. Bis zu 270.000 Autos jährlich laufen in dem Werk vom Band.

Nordrhein-Westfalen: Seit 1962 ist Opel auch am Standort Bochum tätig, mittlerweile werden drei Werke auf einem ehemaligen Zechengelände betrieben. Beschäftigt sind hier 5300 Mitarbeiter, die vor allem die Modelle Astra und Zafira sowie Achsen und Getriebe herstellen. 2007 wurden in Bochum rund 240.000 Fahrzeuge gebaut.

Rheinland-Pfalz: In Kaiserslautern stellen rund 2300 Mitarbeiter Vierzylinder-Leichtmetall-Ottomotoren und Vierzylinder-Turbodieselmotoren mit Commonrail-Kraftstoffeinspritzung her. Im Komponentenwerk sind weitere 2300 Mitarbeiter tätig. Opel betreibt den Standort Kaiserslautern seit 1966.

Thüringen: Bei der Opel Eisenach GmbH produzieren 1900 Mitarbeiter den neuen Corsa. Das Werk startete 1992 kurz nach der Wende.


Quelle: , Quelle: opel.de
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Sollte Deutschland für Opel Staatshilfe locker machen?

Bund und Länder hatten für Magna als Opel-Investor 4,5 Milliarden Euro Staatshilfen zugesagt. Sollte der Staat jetzt auch den Sanierungsplan des alten und neuen Mutterkonzerns GM finanziell stützen?

Stand: 25.11.2009 10:00 Uhr
 

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