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Der US-Autobauer General Motors (GM) will die europäischen Arbeitnehmervertreter heute über das Opel-Sanierungskonzept informieren. Nach den bisher bekannten Plänen sollen die Fixkosten bei der Europa-Tochter um 30 Prozent und die Kapazität um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Außerdem sollen binnen eines Jahres 9000 bis 10.000 der rund 50.000 Stellen in Europa wegfallen.
GM-Europachef Nick Reilly will außerdem mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht über die Zukunft des Opel-Standorts Eisenach sprechen.
Nach einem Treffen mit dem hessischen Regierungschef Roland Koch versicherte Reilly, wie bedeutend der Stammsitz Rüsselsheim für GM sei. "Rüsselsheim ist nicht nur ein sehr guter Produktionsstandort, sondern auch das Entwicklungszentrum". Die Verlagerung der Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim sei ein Zeichen, welche Bedeutung GM Rüsselsheim beimesse. Koch sagte, in Rüsselsheim seien keine betriebsbedingten Kündigungen geplant.
Lieberknecht will nach Angaben der Staatskanzlei bei dem Treffen mit Reilly deutlich machen, welche Bedeutung das Opel-Werk für den Automobilstandort Eisenach und für Thüringen hat. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hatte berechnet, dass bei einer Schließung Steuerausfälle von rund 382 Millionen Euro drohen und bundesweit bis zu 22.000 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten. Die 1992 eröffnete Fabrik gehört zu den größten Industriearbeitgebern in Thüringen.
Gestern hatte Reilly Standortgarantien für Bochum und Kaiserslautern abgegeben. Zudem liegt Opel seit gestern wieder ganz in der Hand des US-Mutterkonzerns GM, nachdem dieser die letzte Rate eines deutschen Überbrückungskredits zurückgezahlt hat.
GM rechnet bei seinem auf 3,3 Milliarden Euro bezifferten Sanierungsplan auch mit Staatshilfen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte an, mögliche Beihilfen für den Autobauer auch künftig "strikt" auf deren Vereinbarkeit mit EU-Vorschriften prüfen zu lassen. Ein Wettbewerb in Sachen Subventionen liege nicht im Interesse der EU, sagte Barroso am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg.

Bund und Länder hatten für Magna als Opel-Investor 4,5 Milliarden Euro Staatshilfen zugesagt. Sollte der Staat jetzt auch den Sanierungsplan des alten und neuen Mutterkonzerns GM finanziell stützen?
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