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Bei der Opel-Treuhand geht das Stühlerücken weiter. Der ehemalige Continental-Chef Manfred Wennemer teilte seinen Rückzug aus dem Gremium mit. Dieses sei seiner Meinung nach zu starker politischer Einflussnahme ausgesetzt, erklärte Wennemer zur Begründung. Er sei aber Mitglied des Beirates geworden, um zu einer sinnvollen Entscheidung für Opel auf Basis wirtschaftlicher Kriterien zu finden.
[Bildunterschrift: Dirk Pfeil, Manfred Wennemer und der Verhandlungsführer von General Motors (GM), John Smith (von links) bei der Pressekonferenz der Treuhand zum geplanten Verkauf Opels an Magna im September. ]
Zuvor hatten die Länder ihren Vertreter im Treuhandbeirat, den FDP-Politiker Dirk Pfeil, abgesetzt. Er sei "nicht mehr tragbar", erklärte Thürigens Wirtschaftsminister Matthias Machnig zur Begründung. Pfeil war in die Kritik geraten, weil er sich Anfang September bei der Abstimmung im Treuhandbeirat über den Verkauf von Opel an Magna der Stimme enthalten hatte, obwohl Bund und Länder des Geschäft befürworteten. Pfeil hatte die Entscheidung von General Motors, Opel nun doch behalten zu wollen, im Interview mit tagesschau.de als einzig gangbaren Weg bezeichnet.
Die Opel-Treuhand verwaltet derzeit 65 Prozent der Opel-Anteile, die restlichen 35 Prozent liegen bei General Motors. Der US-Konzern hatte vor wenigen Tagen überraschend erklärt, Opel doch behalten zu wollen und nicht wie ursprünglich geplant an den Zulieferer Magna zu verkaufen. Wennemer war Vertreter der Bundesregierung in der Treuhand, hatte aber für eine Insolvenz von Opel plädiert, während die Bundesregierung bis zuletzt den Verkauf an Magna unterstützte.
Die Opel-Treuhand soll die Verhandlungen mit möglichen Opel-Investoren im Auftrag des Staates überwachen, der dies zur Bedingung für die Gewährung eines 1,5-Milliarden-Kreditrahmens machte. Nach der GM-Entscheidung, Opel nicht zu verkaufen, wir mit einer baldigen Aufflösung des Gremiums gerechnet. Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.
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