Bundeswirtschaftsministerin Zypries und ihr französischer Kollege Michel Sapin. | Bildquelle: AP

Zypries in Paris "Opel muss Opel bleiben"

Stand: 23.02.2017 17:17 Uhr

Die geplante Übernahme von Opel durch den französischen Autobauer PSA ist noch nicht in trockenen Tüchern. Die Regierungen wollen schnell Klarheit für die Beschäftigten. Für Bundeswirtschaftsministerin Zypries steht zudem der Erhalt der Marke Opel im Vordergrund.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat in Paris auf eine langfristige Garantie für die etwa 19.000 deutschen Arbeitsplätze bei Opel gepocht. Sie begrüßte nach einem Treffen mit ihrem französischen Kollegen Michel Sapin die Zusagen des PSA-Konzerns, die geltenden Standort- und Beschäftigungsgarantien einhalten zu wollen. "Das kann aber natürlich nur ein erster Schritt sein", betonte die SPD-Politikerin.

Zypries sagte: "Wichtig ist schon, dass Opel Opel bleibt, und das Opel-Unternehmen möglichst auch als eins von PSA übernommen wird." Sapin pflichtete ihr bei und stellte ebenfalls den Erhalt der Marke Opel in den Vordergrund: "Es ist im eigenen Interesse von PSA, dass die Autonomie der Marke Opel voll erhalten bleibt." PSA brauche die "deutsche Qualität", ergänzte der französische Wirtschafts- und Finanzminister.

Opel-Übernahme durch PSA: Zypries zu Gesprächen in Paris
tagesschau 20:00 Uhr, 23.02.2017, Ulrich Adrian, ARD, zzt. Paris

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Marke Opel auch für PSA wichtig

PSA-Chef Carlos Tavares | Bildquelle: AFP
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PSA-Chef Carlos Tavares erwartet im Fall einer Übernahme eine Sanierung von Opel.

PSA-Chef Carlos Tavares hatte am Vormittag bei der Vorlage der PSA-Jahreszahlen versichert, Opel als deutsches Unternehmen zu erhalten. Es gebe Kunden, die um französische Marken einen Bogen machten, deshalb sei eine deutsche Marke für PSA wichtig. Bei einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag soll er nach Aussage von Regierungssprecher Steffen Seibert zudem zugesagt haben, Arbeitsplätze und Standorte zu erhalten. Die bestehende Beschäftigungsgarantie läuft noch bis Ende 2018, die Investitionszusagen für die deutschen Werke bis 2020.

Tavares erwartet im Falle einer Übernahme zudem einen Plan zur Sanierung der deutschen Traditionsmarke. Dieser Plan müsse von Opel selbst kommen, betonte der PSA-Chef.

Auto-Experte sieht deutsche Standorte gefährdet

Der Branchen-Experte Ferdinand Dudenhöffer sieht bei einer harten Opel-Sanierung allerdings die deutschen Standorte gefährdet. Nach einer modellhaften Vergleichsrechnung sei die Produktion von 200.000 Mittelklasseautos in einem deutschen Opel-Werk zwischen 215 und 314 Millionen Euro teurer als in den Fabriken in Großbritannien, Spanien oder Polen. Das werde bei einer Überprüfung der Kapazitäten im Produktionsverbund des PSA-Konzerns natürlich ins Gewicht fallen, erklärte der Leiter des CAR-Center an der Universität Duisburg-Essen.

Baldiger Opel-Deal?

Frankreichs Wirtschaftsminister Sapin erwartet einen recht zügigen Abschluss der Übernahme-Verhandlungen: "Das wird nicht in den nächsten Tagen sein, aber auch nicht in drei Monaten." Es dürfe aber auch nichts überstürzt werden, die Gewerkschaften müssten ausreichend informiert werden. Mehrere Medien hatten berichtet, dass die Verträge spätestens bis zum Genfer Autosalon unterschrieben werden sollen, der am 6. März beginnt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Februar 2017 um 17:00 Uhr.

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