Bochumer Opel-Belegschaft lehnt Sanierungsplan ab

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Drohendes Aus für Werk im Ruhrgebiet

Bochumer Opel-Belegschaft lehnt Sanierungsplan ab

Die Belegschaft des Bochumer Opel-Werks hat den Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer mit klarer Mehrheit abgelehnt. Das teilte die IG Metall mit. Damit droht ein Ende der Autoproduktion bereits Ende kommenden Jahres.

Die Gewerkschaftsmitglieder sprachen sich mit 76,1 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen den Tarifvertrag aus. Der Tarifvertrag sieht vor, dass nach 2016 in Bochum nur noch eine Teilefertigung und ein Ersatzteillager mit zusammen 1200 Arbeitsplätzen bleiben sollen. Derzeit sind in Bochum rund 3200 Menschen direkt im Unternehmen beschäftigt, etwa 1000 bei Partner- und Fremdfirmen.

Fertigung könnte Ende 2014 eingestellt werden

Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky hatte zuvor angekündigt, die Fertigung in Bochum zum 1. Januar 2015 komplett einzustellen, falls es keine Einigung mit den Beschäftigten geben sollte. Bis Ende 2014 gilt für die Beschäftigten in Bochum noch ein Kündigungsschutz.

Im Gegensatz zu ihren Bochumer Kollegen hatten die Opel-Arbeiter in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen der Vereinbarung zugestimmt. Sie akzeptieren damit, dass Tariferhöhungen erst mit Verzögerung gezahlt werden. Im Gegenzug sichert Opel ihnen eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2016 zu.

Opel-Mitarbeiter lehnen Sanierungsplan von General Motors und IG Metall ab
ARD-Morgenmagazin, 22.03.2013, Jochen Taßler, WDR

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Stand: 21.03.2013 18:49 Uhr

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