Opel-Logo | Bildquelle: REUTERS

Zypries in Frankreich Berlin und Paris beraten über Opelaner

Stand: 23.02.2017 09:46 Uhr

Was wird aus den Opel-Beschäftigten, wenn Peugeot ihren Konzern übernimmt? Darüber berät heute Wirtschaftsministerin Zypries mit ihrem französischen Amtskollegen. Der Peugeot-Mutterkonzern legte derweil brillante Jahreszahlen vor.

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sieht strategische Vorteile für Opel bei einem Zusammenschluss mit dem größeren französischen Konkurrenten PSA. Vor Gesprächen mit der französischen Regierung in Paris sagte sie der Deutschen Presse-Agentur: "Opel baut einfach sehr gute Autos. In der Partnerschaft mit PSA wird ein starkes europäisches Unternehmen entstehen."

Zypries will in Paris mit ihrem französischen Amtskollegen Michel Sapin über Opel beraten. Es geht unter anderem um die deutschen Opel-Standorte mit mehr als 19.000 Beschäftigten: "Ich werde meinem französischen Kollegen heute deutlich machen, dass Deutschland hinter seinen Opelanern steht", sagte sie.

Opel-Übernahme durch PSA: Zypries zu Gesprächen in Paris
tagesschau 17:00 Uhr, 23.02.2017, Ulrich Adrian, ARD, zzt. Paris

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Auch Frankreich will Jobgarantien

Sapin fordert wie die deutsche Seite Beschäftigungsgarantien. Sein Wort hat Gewicht, weil der französische Staat mit rund 14 Prozent bei PSA mit den Marken Peugeot und Citroën beteiligt ist. PSA-Konzernchef Carlos Tavares hatte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Job- und Standortgarantie sowie die Eigenständigkeit von Opel im PSA-Verbund zugesagt.

PSA vermeldete unterdessen einen Gewinnsprung im vergangenen Jahr. Der Gewinn wuchs unter anderem wegen eines Restrukturierungsplans auf rund 1,7 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 hatte er noch 899 Millionen Euro betragen. Erstmals seit 2011 sollen den Aktionären Dividenden ausgezahlt werden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 23. Februar 2017 um 07:23 Uhr und das morgenmagazin um 07:15 Uhr.

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