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Angeschlagener Autohersteller
Wird VW-Manager Neumann neuer Opel-Chef?
Der ehemalige VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann will nächsten Sommer neuer Opel-Chef werden. Unterschrieben ist zwar noch nichts, doch geht Neumann nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa davon aus, dass es klappt. Wegen vertraglicher Vereinbarungen mit seinem jetzigen Arbeitgeber Volkswagen kann er nicht früher wechseln.
Zuvor hatte schon die "Financial Times Deutschland" über die Personalie berichtet. Sie zitierte ein Opel-Aufsichtsratsmitglied mit den Worten: "Neumann an der Spitze wäre gut für Opel. Er hat das Format, das wir brauchen."
An der Spitze des Unternehmens würde er dem amtierenden Übergangschef Thomas Sedran folgen, der die wichtigste europäische Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM) seit Mitte Juli führt. Dem Sanierungsexperten fehlten allerdings technisches Wissen und Erfahrung in der Autobranche, hieß es. Ein Konzernsprecher wollte sich allerdings auf dapd-Anfrage nicht zu den Berichten äußern: Personalspekulationen kommentiere man nicht.
Neumann war noch bis vor wenigen Monaten VW-Chef in China, dem wichtigsten Markt für den Konzern. In einem Umbau wurde er überraschend von Konzernchef Martin Winterkorn ausgetauscht. Vor seinem VW-Engagement hatte Neumann beim Autozulieferer Continental gearbeitet, wo er 2008 zum Vorstandschef aufstieg. Ein Jahr später schied er nach einem erbitterten Machtkampf mit Conti-Großaktionär Schaeffler aus.
Alex Jakubowski (HR) mit Informationen zum möglichen neuen Opel-Chef
tagesschau 24 11:30 Uhr, 02.11.2012
Opel weiter tief in der Krise
Die Opel-Sanierung ist in vollem Gang. Der kriselnde Hersteller streicht bereits im laufenden Jahr 2600 Stellen, die meisten davon in Deutschland. 2300 Beschäftigte haben das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits verlassen.
Dennoch stellt sich GM auf weitere Jahre der Milliardenverluste bei Opel ein: Erst Mitte des Jahrzehnts rechnet der Konzern mit schwarzen Zahlen bei der Europatochter. Im Jahr 2012 wird Opel demnach 1,5 Milliarden Dollar Verlust machen verbrennen, 2013 nur etwas weniger. "Wir haben noch eine Menge Arbeit zu tun, vor allem in Europa", hatte GM-Finanzvorstand Dan Ammann gesagt.
Stand: 02.11.2012 14:03 Uhr
