Reederei Hamburg Süd | Bildquelle: dpa

Deal mit dänischem Unternehmen Maersk Dr. Oetker verkauft seine Reederei

Stand: 01.12.2016 12:20 Uhr

Wer Oetker hört, denkt an Pudding, Pizza und Backmischungen. Doch zu dem Konzern gehörte bisher auch eine Reederei Hamburg Süd. Sie wird jetzt an das dänische Unternehmen Maersk verkauft - auch wenn sie viel Umsatz gemacht hat.

Dr. Oetker trennt sich von seiner Schifffahrtssparte und verkauft die Reederei Hamburg Süd an das dänische Unternehmen Maersk. Das teilte das Familienunternehmen in Bielefeld mit. Zuvor hatte Maersk über den geplanten Kauf berichtet. Oetker verliert damit rund die Hälfte seines Umsatzes von rund zwölf Milliarden Euro. Details zu dem geplanten Kauf nannten beiden Seiten noch nicht. Bislang sei ein Vorvertrag unterzeichnet worden. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll der Verkauf bis Ende 2017 umgesetzt werden.

Nach Gesprächen mit mehreren Interessenten habe sich Dr. Oetker für den weltweiten Marktführer aus Dänemark entschieden, heißt es in einer Pressemitteilung des Oetker-Konzerns. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Oetker-Sprecher Jörg Schillinger der Deutschen Presse-Agentur.

Maersk wolle die Marke Hamburg Süd erhalten, weil sie einen "sehr persönlichen Touch" habe, hieß es. Maersk will die Mitarbeiter mit "all ihren Rechten und Pflichten aus ihren Verträgen" übernehmen.

Grund für Trennung: die laufende Konsolidierung

2015 hatte der Oetker-Konzern 12,2 Milliarden Euro umgesetzt. Hamburg Süd steuerte rund die Hälfte der Erlöse zu, die Nahrungsmittelsparte mit Tiefkühlpizzen, Backmischungen und Puddingpulver erzielte im vergangenen Jahr knapp ein Viertel des Konzernumsatzes. Zu den Gründen des Verkaufs verweist das Oetker-Management auf den seit Jahren laufenden Konsolidierungsprozess in der Branche.

Hamburg Süd beschäftigt weltweit rund 6000 Mitarbeiter. Für das Unternehmen fahren 189 Schiffe, davon 48 eigene. Die Flottenkapazität liegt bei 625.000 TEU (Standardcontainern).

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. Dezember 2016 um 12:41 Uhr

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