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Strom

Netzbetreiber veröffentlichen Höhe der Ökostrom-Umlage

Was der Strom 2013 zusätzlich kostet

Die Betreiber der deutschen Stromleitungen geben am Vormittag die neue Höhe der sogenannten EEG-Umlage bekannt, mit der die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien auf die Stromkunden 2013 verteilt werden.

Erwartet wird ein Anstieg um rund 50 Prozent auf knapp 5,3 Cent je Kilowattstunde. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden würden diese Zusatzkosten beim Strompreis von 125 auf knapp 185 Euro steigen. Die vier Netzbetreiber berechnen den erzeugten Ökostrom und sind daher auch für die Zahlung der Vergütungen an Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen verantwortlich.

Interview mit Claudia Roth, Parteivorsitzende "Die Grünen"
Bericht aus Berlin 19:20 Uhr, 14.10.2012

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Bezahlbarkeit des Strompreises in der Diskussion

Die EEG-Umlage sorgt seit Wochen für heftige politische Diskussionen. Sie drehen sich zum einen um die Frage, wie in Zeiten der Energiewende der Strompreis bezahlbar bleiben kann. Andererseits geht es auch um die Ausgestaltung der EEG-Umlage, von der beispielsweise energieintensive Unternehmen ausgenommen sind.

Bundesumweltminister Peter Altmaier hatte jüngst eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes angekündigt. Um den Preisanstieg in den Griff zu bekommen, will er etwa die Förderung von Energie aus Windkraft und Biomasse deckeln.

Roth: "Das machen die klugen Bundesländer nicht mit"

Grünen-Chefin Claudia Roth kritisierte im Bericht aus Berlin Altmaiers Pläne. Es sei "verrückt", mit Quoten das Anwachsen der erneuerbaren Energie deckeln zu wollen. "Das werden die klugen Bundesländer im Bundesrat nicht mitmachen."

Um den höheren Strompreisen zu begegnen, müsse gefragt werden, was die Kosten in die Höhe treibe. Und das seien nicht die erneuerbaren Energien. Verantwortlich seien vielmehr die "exzessiven" Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der EEG-Umlage. Erst müsse man die Subventionen abbauen. Tiermastbetriebe oder Golfanlagen bräuchten keine Förderung. Zwar habe es unter Rot-Grün auch einige hundert Ausnahmeregelungen gegeben, aber unter Schwarz-Gelb sei die Zahl auf 2000 gestiegen, sagte Roth.

Netzbetreiber geben Höhe der Ökostromumlage bekannt
M. Zahn, ARD Berlin
15.10.2012 06:24 Uhr

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Altmaier: Versagen der Schröder-Regierung

Unterdessen gab Altmaier SPD und Grünen eine Mitschuld am Kostenanstieg. "Der Grundfehler wurde bereits 2000 von Rot-Grün gemacht", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Damals sei nicht überlegt worden, wie sich die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Griff halten ließen. Dafür gebe es nun die Quittung.

Die EEG-Umlage ist auch in der schwarz-gelben Koalition umstritten. Zuletzt hatte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler Altmaier zu rascherem Handeln aufgefordert.

Stand: 15.10.2012 03:02 Uhr

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