EEG-Umlage: 2367 Firmen wollen weniger zahlen

Strommasten in Duisburg (Bildquelle: dpa)

Befreiung von der EEG-Umlage

2367 Firmen wollen weniger zahlen

In Deutschland steigt die Zahl der Unternehmen, die Nachlässe bei der Ökostrom-Umlage beantragt haben, weiter an.

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung an die Grünen-Fraktion hervorgeht, erklärten zum Stichtag Anfang Juli 2367 Firmen dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), dass sie 2014 Ausnahmen von der Zahlung der Umlage in Anspruch nehmen wollen. Dies umfasst eine begünstigte Strommenge von 119.300 Gigawattstunden, allerdings steht noch die Genehmigung des Bafa aus.

Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lagen für 2013 2055 Anträge von Unternehmen vor, von denen 1691 genehmigt wurden. Deren begünstigte Strommenge belief sich auf 94.181 Gigawattstunden. Wären damals alle Anträge durchgegangen, hätten die Unternehmen bei 107.000 Gigawattstunden Geld gespart.

Für 2012 hatten 822 Unternehmen Nachlässe bei den Stromkosten bei der Bafa angemeldet - verglichen mit 2013 und 2014 gab es also deutlich weniger Anträge. Dies hängt damit zusammen, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz zum Januar 2012 ausgeweitet hatte. Statt wie früher zehn Gigawattstunden müssen Unternehmen nur noch einen jährlichen Gesamtverbrauch von mindestens einer Gigawattstunde nachweisen.

Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Blick

Ziel der Bundesregierung ist es, mit der Befreiung Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, von den Kosten der Energiewende zu entlasten. Vor allem die Grünen kritisieren aber, dass mittlerweile weit mehr Unternehmen in den Genuss der Befreiung kommen. Auch das Umweltministerium hatte signalisiert, die Privilegien einschränken zu wollen.

Dies würde vor allem den Privatverbrauchern zu Gute kommen. Je mehr Unternehmen von der Ökostrom-Förderung befreit werden, umso mehr werden im Gegenzug Privathaushalte belastet. Derzeit beträgt die Umlage 5,3 Cent. Für 2014 wird ein Anstieg auf mehr als sechs Cent erwartet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Juli 2013 um 12:00 Uhr.

Stand: 12.07.2013 12:17 Uhr

Darstellung: