VR-Brille von Oculus | Bildquelle: dpa

Virtuelle Realität Aus fürs Oculus-Animationsstudio

Stand: 05.05.2017 11:17 Uhr

Die VR-Filme vom Oculus Story Studio wurden als Wegbereiter für eine neue Kunstform gefeiert. Jetzt macht Oculus-Besitzer Facebook es dicht. So ganz will sich Facebook aber nicht aus der Entwicklung von Filmen für die virtuelle Realität verabschieden.

Als Vorreiter bei Kurzfilmen in virtueller Realität (VR) hatte das Oculus-Animationsstudio für Aufsehen gesorgt, jetzt schließt Oculus-Bestizer Facebook das "Story Studio". Inzwischen gebe es viele VR-Inhalte anderer Anbieter, und man wolle statt Eigenproduktionen lieber diese entstehende Branche unterstützen, schrieb der zuständige Manager Jason Rubin in einem Blogeintrag. Damit eröffne man ein neues Kapitel in der VR-Entwicklung. Mit 50 Millionen Dollar wolle das Unternehmen daher Anbieter von nicht-spielerischen VR-Angeboten bei ihrer Arbeit unterstützen.

Facebook hatte für das vor gut zwei Jahren vorgestellte Oculus Story Studio unter anderem Experten des Animationsstudios Pixar abgeworben und für erste VR-Kurzfilme wie "Lost" und "Henry" viel Anerkennung geerntet. Dort wurde aber auch Software zur Produktion von Filmen mit dreidimensionalen virtuellen Umgebungen entworfen.

VR-Brille - teuer und aufwendig

Führungskräfte des Oculus-Studios argumentierten, dass VR eine neue Kunstform ermögliche, bei der sich der Zuschauer mitten im Geschehen wiederfinde. So spielen die Autoren solcher Filme zum Beispiel damit, dass sich ein Zuschauer umdrehen muss, um die volle 360-Grad-Umgebung zu sehen.

Oculus ist ein Pionier bei der Entwicklung moderner Brillen für die Anzeige virtueller Realität, bei der Nutzer komplett in künstliche Welten eintauchen können. Die Firma wurde vor rund drei Jahren für zwei Milliarden Dollar von Facebook gekauft. Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg zeigte sich immer wieder davon überzeugt, dass virtuelle Realität viele Lebensbereiche von der Bildung bis hin zur Wohnungssuche verändern werde. Die im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachte erste Oculus-Brille blieb ein Nischenprodukt - wohl auch, weil sie recht teuer ist und einen leistungsstarken Computer erfordert.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 05. Mai 2017 um 17:40 Uhr.

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