Flugzeug der Niki-Airline | Bildquelle: imago/Rüdiger Wölk

Insolvenzantrag gestellt Niki stellt Flugbetrieb ein

Stand: 14.12.2017 02:22 Uhr

Die Übernahme durch Lufthansa ist gescheitert, der Insolvenzantrag eingegangen - nun stellt die Air-Berlin-Tochter Niki auch ihren Flugbetrieb ein. Wie das Unternehmen mitteilte, starten bereits ab heute keine Maschinen mehr.

Die Fluggesellschaft Niki stellt den Flugbetrieb ein. Das teilte die Tochter der insolventen Airline Air Berlin mit. Der Flugverkehr werde "ab dem 14. Dezember 2017 eingestellt", schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite.

Zuvor hatte die Fluggesellschaft einen Insolvenzantrag gestellt. Damit könnten kurz vor Weihnachten rund tausend Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Das Unternehmen schreibt weiter auf seiner Seite: "Für Passagiere, die ihren Flug direkt bei Niki gebucht haben, organisieren mehrere Fluggesellschaften derzeit eine Rückholaktion auf Standby-Basis gegen ein geringes Entgelt aus dem Ausland nach Deutschland, Österreich und die Schweiz." Auch die österreichische Regierung hatte zuvor Hilfe bei der Rückholung gestrandeter Niki-Kunden versprochen.

Übernahme gescheitert

Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Lufthansa ihr Angebot für Niki zurückgezogen hatte. Grund war die ablehnende Haltung der EU-Kommission gegen eine Übernahme der österreichischen Airline aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. Noch am Freitag hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager von "ziemlich starken Wettbewerbsbedenken" gesprochen. Ihre Entscheidung wollte die Brüsseler Behörde spätestens am 21. Dezember bekannt geben, doch dem kam Lufthansa zuvor.

Die größte deutsche Fluggesellschaft hatte Niki mit einer Brückenfinanzierung in zweistelliger Millionenhöhe in der Luft gehalten - diese fällt nun weg. Air Berlin hatte zuletzt erklärt, man prüfe derzeit "Verwertungsalternativen" für Niki.

Lufthansa zieht Angebot für Niki zurück
tagesschau 20:00 Uhr, 13.12.2017, Gerrit Rudolph, HR

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Niki Lauda signalisiert Interesse

Die Bundesregierung hatte bereits angekündigt, mit Insolvenz und Einstellung des Flugbetriebs bei Niki zu rechnen. "Alternative Käufer für Niki standen und stehen bis heute nicht zur Verfügung, trotz allerlei öffentlicher Ankündigungen und intensiven Bemühens des Generalbevollmächtigten von Air Berlin", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Der frühere Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda hatte kurz nach dem Rückzug von Lufthansa weiter Interesse an der einst von ihm gegründeten Airline signalisiert. "Ich bin interessiert und würde mich darum kümmern", sagte er. Er will demnach die Airline aus der Pleite heraus übernehmen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Dezember 2017 um 21:15 Uhr.

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