Ratings von S&P und Fitch Neuseeland herabgestuft - Ausblick ist aber "stabil"

Stand: 30.09.2011 09:50 Uhr

Die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch haben die Bonität Neuseelands gesenkt. Es sind die ersten Herabstufungen der Kreditwürdigkeit für das Land seit 13 Jahren. Beide Agenturen senkten das Rating um eine Stufe von "AA+" auf "AA". Damit ist Neuseeland nun noch weiter von der Spitzenbonität entfernt, die der große Nachbar Australien innehat, wird aber besser als Japan eingestuft.

Schäden nach dem Erdbeben in Christchurch | Bildquelle: AFP
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Der Wiederaufbau nach den Beben von Christchurch verschlingt in Neuseeland hohe Summen - und vergrößert das Staatsdefizit.

Ein "Ausreißer" bei den Auslandsschulden

Als Grund nannten die Agenturen den steigenden Schuldenberg Neuseelands. Fitch erklärte, das hohe Maß an Auslandsschulden sei verglichen mit anderen entwickelten Ländern ein "Ausreißer". Erwartet werde, dass sich die Zahlungsbilanz durch die Folgen der verheerenden Erdbeben von Christchurch sowie diverse Konjunkturmaßnahmen weiter verschlechtern werde.

Da das Defizit den Prognosen zufolge weiter ansteigen wird, werde sich an der Lage voraussichtlich nichts ändern. Den Ausblick schätzen S&P sowie Fitch aber dennoch als "stabil" ein.

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