Nestlé muss 20 Millionen Euro Kartellstrafe zahlen

Kartellamt verhängt Bußgeld

Nestlé muss Millionenstrafe zahlen

Logo des Lebensmittelkonzerns Nestlé (Bildquelle: dpa)
galerie

Nestlé kam mit einer vergleichsweise geringen Geldbuße davon.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé muss in Deutschland eine Kartellstrafe wegen unerlaubter Preisabsprachen bezahlen. Im Verfahren gegen eine Vielzahl von Unternehmen verhängte das Bundeskartellamt gegen Nestlé ein Bußgeld von 20 Millionen Euro. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 75,5 Milliarden Euro erwirtschaftete, kam mit einem vergleichsweise geringen Betrag davon, weil es bei der Aufklärung der Vorwürfe mit den Behörden zusammengearbeitet hatte.

Zuvor waren in derselben Angelegenheit bereits Bußgelder gegen die Unternehmen Kraft Foods, Unilever und Dr. Oetker verhängt worden, die sich auf 38 Millionen Euro summierten. Das Unternehmen Mars, das das Verfahren ins Rollen gebracht hatte, profitierte von einer Kronzeugenregelung und kam ohne Strafzahlung davon.

Informationen über Verhandlungen ausgetauscht

Das Bundeskartellamt sieht es als erwiesen an, dass sich Nestlé und die anderen Firmen jahrelang gegenseitig über "den Stand und den Verlauf von Verhandlungen ihres Unternehmens mit verschiedenen Einzelhändlern, teilweise auch über beabsichtigte Preiserhöhungen" informierten.

"Solche geschäftlichen Details werden üblicherweise hoch vertraulich behandelt", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. "Auch wenn es sich bei diesen Formen des Informationsaustauschs nicht um klassische Kartellabsprachen handelt, wird der Wettbewerb durch solche Verhaltensweisen stark beeinträchtigt." Der Informationsaustausch betraf unter anderem Süßwaren, Tiernahrung und Tiefkühlpizza.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau24 am 27. März 2013 um 15:30 Uhr.

Stand: 27.03.2013 12:37 Uhr

Darstellung: