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Versandhändler steht ohne Investor da

Für Neckermann ist nichts mehr möglich

Beim insolventen Versandhändler Neckermann ist der letzte Interessent abgesprungen. Damit wird das Unternehmen zum 30. September geschlossen, wie die vorläufige Insolvenzverwaltung in Frankfurt am Main mitteilte.

Der potenzielle Investor habe wie zahlreiche andere Interessenten letztlich abgewunken. Der finanzielle Aufwand sei wegen des lange Jahre entstandenen Investitionsstaus im zweistelligen Millionenbereich zu groß gewesen.

2000 Arbeitsplätze verloren

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Jahrzehntelang hieß der Slogan des Versandhauses: "Neckermann macht's möglich."

Mit der Entscheidung verlieren zum 1. Oktober rund 2000 Beschäftigte des Traditionsunternehmens in Hessen und Sachsen-Anhalt ihre Jobs. Am Freitag haben die meisten ihren letzten Arbeitstag. Nur einige wenige werden für Abwicklungsarbeiten benötigt. Die übrigen Beschäftigten müssen sich neue Arbeit suchen.

Die Arbeitsagentur hatte in Hessen die Daten bereits in der vergangenen Woche aufgenommen. Genaue Zahlen liegen nach Angaben einer Sprecherin der Regionaldirektion noch nicht vor.

Nur noch Otto übrig

Neckermann hatte mit seinem Kataloggeschäft und dem berühmten Slogan "Neckermann macht's möglich" über Jahrzehnte den Versandhandel in Deutschland geprägt. Zu spät hatte der Konzern aber auf das boomende Internetgeschäft gesetzt.

Auch nach der symbolträchtigen Umbenennung in Neckermann.de schaffte es die Firma nicht, mit der neuen Konkurrenz aus dem Internet Schritt zu halten. Von den drei im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit groß gewordenen Versandhändlern Neckermann, Quelle und Otto ist nur noch letzterer übrig.

Stand: 27.09.2012 16:26 Uhr

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