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23.02.2012

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Wirtschaft
Naturkatastrophen verursachen 2011 mehr Schaden als je zuvor
Versicherer bilanzieren 2011

Naturkatastrophen verursachen Rekordschäden

Schiff auf einem Hausdach nach dem Tsunami in Japan (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nach dem Beben ergossen sich bis zu 40 Meter hohe Wellen über Teile Japans und rissen alles mit. (Archivbild) ]
Hunderte Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr weltweit Rekordschäden angerichtet. Der weltgrößte Rückversicherer, die Münchner Rück, bezifferte die gesamtwirtschaftlichen Schäden auf insgesamt 380 Milliarden Dollar (umgerechnet 292 Milliarden Euro). Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2005, in dem der Hurrikan "Katrina" New Orleans verwüstete, sei damit um fast zwei Drittel übertroffen worden. Die Summe der versicherten Schäden habe 2011 bei 105 Milliarden Dollar gelegen und damit ebenfalls einen neuen Höchststand erreicht.

Weltweit habe es im vergangenen Jahr etwa 820 Naturkatastrophen gegeben. 90 Prozent davon seien auf das Wetter zurückzuführen gewesen - etwa auf Hochwasser, Tornados und Hurrikane. Der größte Teil der Schäden ging aber auf große Erdbeben zurück. Die Zahl der Todesopfer bei den zahlreichen Naturkatastrophen gab der Versicherungskonzern mit 27.000 an und damit weit weniger als im Jahr 2010, in dem nach Zählung der Münchner Rück 296.000 Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben gekommen waren. Nicht berücksichtigt wurden bei den Zahlen für das vergangene Jahr allerdings die zahllosen Toten der Hungersnot in Ostafrika.

210 Milliarden Dollar Schäden in Japan

Die verheerendste Naturkatastrophe des vergangenen Jahres waren das Beben und der folgende Tsunami in Japan am 11. März. Obwohl es sich um das schwerste jemals in Japan registrierte Erdbeben gehandelt habe, seien die direkten Schäden durch die Erdstöße dank der strengen Bauvorschriften nicht sehr groß gewesen. Als weitaus folgenschwerer habe sich der Tsunami erwiesen. Flutwellen bis zu einer Höhe von 40 Metern zerstörten Hunderttausende Häuser und spülten ganze Orte weg. Etwa 16.000 Menschen starben. Ohne Berücksichtigung der Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima summierten sich die gesamtwirtschaftlichen Schäden auf 210 Milliarden Dollar. Die Münchner Rück sprach von der "teuersten Naturkatastrophe aller Zeiten".

Neben Japan wurde auch Neuseeland 2011 von einem schweren Erdbeben getroffen. Die Schäden durch die Erdstöße am 22. Februar in der Stadt Christchurch summierten sich auf 16 Milliarden Dollar. Weitere große Naturkatastrophen waren das Hochwasser in Thailand mit etwa 800 Todesopfern und eine Serie von Tornados in den USA, die insgesamt Schäden von 46 Milliarden Dollar anrichteten.

Stand: 04.01.2012 12:25 Uhr
 

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