Messebesucher amüsieren sich beim Test der neuen Smartphone-Brille von Samsung.  | Bildquelle: AFP

Mobile World Congress in Barcelona Wenn das Smartphone zur Brille wird

Stand: 22.02.2016 16:45 Uhr

Immer intelligenter, leistungsfähiger und vernetzter - in Barcelona übertrumpfen sich auf der größten Mobilfunkmesse der Welt wieder mehr als 2000 Aussteller mit ihren Neuheiten. Die großen Themen in diesem Jahr: Die virtuelle Realität und der LTE-Nachfolger 5G.

Von Marc Dugge, ARD-Studio Madrid

Die virtuelle Realität ist eines der ganz großen Themen auf dem "Mobile World Congress". Gestern Abend hatte Samsung sein neues Smartphone Galaxy S7 vorgestellt. Ein Smartphone, das sich in eine spezielle Brille stecken lässt und mit dem man so in virtuelle Welten entschweben kann.

Weltgrößte Mobilfunk-Messe Mobile World Congress startet in Barcelona
tagesschau 17:00 Uhr, 22.02.2016, Jörg Rheinländer, ARD Madrid, zzt. Barcelona

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"Man setzt die Brille auf und taucht ein", schwärmt Christian Lachmann von Samsung. "Jede Kopfbewegung wird wahrgenommen. Wenn ich mit dem Kopf nach oben gehe, sehe ich wirklich was über mir ist. Oder nach unten, nach links, nach rechts, hinter mir!"

Virtuelle Welten können auch tatsächliche Ereignisse sein

Die Kamera Gear 360 von Samsung. | Bildquelle: dpa
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Die Kamera Gear 360 von Samsung. Die kugelförmige Kamera soll es möglich machen, bei großen Ereignissen per Facebook virtuell dabei zu sein.

Diese virtuellen Welten können Computerspiele sein, aber auch tatsächliche Ereignisse. Spezielle 360-Grad-Kameras sollen es möglich machen. So kann die Oma virtuell mit dabei sein, wenn das Kind gerade geboren wurde - und zwar per Facebook. Samsung und Facebook sind dafür eine Kooperation eingegangen. Denn die Konzernchefs glauben, dass dem Thema Virtual Reality die Zukunft gehört.

Sony dagegen glaubt eher an "Augmented Reality" - also an "angereicherte Wirklichkeit". Der Konzern hat drei neue Smartphones vorgestellt. Sie sind mit einem speziellen Headset ausgestattet, das mit einer Kamera ausgerüstet ist. Der Vorteil: Der Smartphone-Nutzer kann so etwa durch die Straßen navigieren, ohne auf das Gerät zu starren.

Aber die Smartphones können noch mehr, so Susanne Burgdorf von Sony Deutschland: "Eine Akkulaufzeit über zwei Tage, die Frontkamera ist auf 13 Megapixel erhöht worden - also für Selfies wunderbar zu nutzen. Und das Design. Das Smartphone hat ein abgerundetes Glasdesign und besteht aus einem vollkommenen Alu-Rücken."

Besucher fotografieren das neue Sony Xperia X auf dem Mobile World Congress in Barcelona | Bildquelle: dpa
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Besucher fotografieren das neue Sony Xperia X. Der Konzern hat drei neue Smartphones vorgestellt.

Mobiles Internet ist die nächste Revolution

Bei Sony gilt, was auch bei anderen Herstellern gilt: Die Geräte werden immer intelligenter, immer leistungsfähiger, immer vernetzter. Eine Revolution ist das allerdings nicht. Die soll es dafür bald beim mobilen Internet geben.

Die herkömmliche SIM-Karte dürfte schon bald der Vergangenheit angehören und von der sogenannten E-SIM abgelöst werden. Die Geräte sollen künftig einfach mit einem Code aktiviert werden, sagt Niek Jan van Damme, Sprecher der Geschäftsführung der Deutschen Telekom. "Die E-SIM ist eine Entwicklung, die auch für unsere Endkunden gut ist. Denn es ist ein viel einfacheres Produkt. Man braucht keine physische SIM-Karte mehr einzustecken. Das Produkt ist bereits vorbereitet", so van Damme. "Was für uns bei E-SIM wichtig ist, dass wir die Kundenbeziehung behalten können."

Anbieterwechsel soll leichter werden

Denn wer nur einen Code abscannt, kann natürlich leichter den Anbieter wechseln als bisher. Eine Herausforderung für die Mobilfunkkonzerne. Zumal große Investitionen anstehen. Stichwort 5G. Der neue Mobilfunkstandard soll Daten in Gigabitgeschwindigkeit übertragen können - und damit noch viel mehr Geräte per Internet miteinander vernetzen können als bisher.  

Die Smartwatch geht dann ebenso selbstständig online wie der Kühlschrank oder das Auto. Im Jahr 2020 soll es soweit sein. EU-Kommissar Günther Oettinger will sich heute zu dem Thema auf der Messe äußern. Denn auch in diesem Jahr gilt: Die Technik-Messe ist auch eine politische Messe.

Die Türen sind geöffnet: Die Themen auf dem Mobile World Congress
M. Dugge, ARD Madrid, zzt. Barcelona
22.02.2016 15:15 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Februar 2016 um 17:00 Uhr.

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