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Mit bewegenden Worten hat der neue SPD-Chef Sigmar Gabriel seinen Vorgänger Franz Müntefering aus der Parteispitze verabschiedet.
Nach Abschluss der Vorstandswahlen beim SPD-Parteitag sagte Gabriel in Dresden: "Ein großer Sozialdemokrat verlässt die Brücke, aber nicht das Schiff." Müntefering habe die SPD immer nach vorne bringen wollen. Er könne überzeugen und Menschen mitnehmen. Mit Blick auf die Niederlage bei der Bundestagswahl mahnte Gabriel: "Die SPD muss an der Regierung orientiert bleiben, das ist dein Vermächtnis, Franz, und das werden wir nicht vergessen."
[Bildunterschrift: Gabriel fand bewegende Dankesworte für Müntefering. ]
Gabriel machte seinen Vorgänger nicht für das schlechte Wahlergebnis verantwortlich und nahm ihn auch gegen den Vorwurf in Schutz, die Partei autoritär geführt zu haben. Gabriel räumte aber ein, auch Schwierigkeiten mit dem als verschlossen geltenden Müntefering gehabt zu haben: "Du bist allerdings auch ein Solitär in deiner Redseligkeit. Es ist klar, du kannst Geheimnisse für dich behalten."
Müntefering, der nach dem verheerenden Wahlergebnis von 23 Prozent bei der Bundestagswahl den Parteivorsitz abgegeben hatte, wurde mit mehrminütigem Applaus von den Delegierten verabschiedet. Müntefering, dem die Rührung anzumerken war, obwohl er kaum eine Miene verzog, gab den "lieben Genossinnen und Genossen noch mit auf den Weg: Die SPD ist nicht da, um als Partei da zu sein, sondern um dafür zu sorgen, dass Menschen menschenwürdig leben können". Zu Gabriels Rede sagte er: "Sigmar hat die Gelegenheit genutzt, viel Gutes über mich zu sagen - es war alles richtig."
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