Logo der Ratingagentur Moody's | Bildquelle: picture alliance / dpa

Guter Ausblick für Bonität Moody's bestätigt Deutschlands Topnote

Stand: 01.03.2014 07:10 Uhr

Deutschland und Österreich laufen nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's weniger Gefahr, wegen der Schuldenkrise zur Kasse gebeten zu werden. Die US-Agentur erhöhte deshalb den Ausblick beider Staaten wie auch den von Luxemburg auf stabil von zuvor negativ. Alle drei Länder behalten unverändert ihre Spitzenbonitätsnote "Aaa".

Durch Maßnahmen zur Überwindung der Euro-Schuldenkrise gebe es für die deutschen Staatsfinanzen ein geringeres Risiko, erklärte Moody's. Die Ansteckungsgefahren innerhalb der Euro-Zone hätten sich reduziert. Auch die Risiken im Bankensektor für den öffentlichen Haushalt seien gesunken. Bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen mache Deutschland weitere Fortschritte.

Moody's hatte die Perspektive für Deutschland auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise im Sommer 2012 von "stabil" auf "negativ" gesenkt und dies mit Risiken in der Währungszone begründet.

Österreichs Bankenkrise

Trotz der Krise um die Staatsbank Hypo Alpe Adria hält Moody's auch für Österreich an ihrer Spitzenbonitätsnote "Aaa" fest. Standard & Poor's hatte Österreich bereits vor mehr als zwei Jahren die Spitzennote "AAA" entzogen. Bei Fitch und Moody's hat Österreich dagegen noch die Bestnote, die es Staaten ermöglicht, sich zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Die Ratingagentur Fitch hatte vor wenigen Tagen den Schlingerkurs der österreichischen Regierung bei der Abwicklung der Skandalbank gerügt - an dem bestehenden Rating "AAA" jedoch festgehalten.

Österreichs Finanzminister Michael Spindelegger | Bildquelle: REUTERS
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Sieht Moody's Bonitätsbestätigung als Zeichen, auf dem richtigen Weg in der Bankenkrise zu sein: Österreichs Finanzminister Spindelegger

Österreich ringt seit Jahren um eine Lösung für den Abbau der ehemaligen BayernLB -Tochter. Die derzeit bevorzugte Variante der Regierung ist eine staatliche Abbaubank, in die die Hypo ihre toxischen Papiere auslagern kann. Eine Expertengruppe unter Vorsitz von Notenbankgouverneur Ewald Nowotny arbeitet an Details für ein solches Abbauvehikel.

Finanzminister Michael Spindelegger schließt jedoch auch eine Insolvenz nicht aus. Zudem will er Gläubiger des Instituts - etwa die BayernLB oder Anleiheinhaber - an den Kosten für den Abbau beteiligen. Als erste Reaktion auf die Notenvergabe von Moody's sagte Spindelegger, die Bewertung zeige, dass man auf dem richtig Weg sei, um die Folgen der Schuldenkrise zu bewältigen.

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