Schadprogramme beim Softwarekonzern Hacker greifen Microsoft an

Stand: 23.02.2013 10:33 Uhr

Microsoft
galerie

Nach anderen Großunternehmen wurde nun auch Microsoft von Hackern angegriffen.

Das Softwareunternehmen Microsoft ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Die Cyberattacke habe den Angriffen auf das soziale Netzwerk Facebook und den Computerhersteller Apple geähnelt, teilte Microsoft mit. Eine "geringe Zahl" von Firmencomputern sei mit schädlichen Computerprogrammen infiziert worden, darunter einige Rechner der Mac-Abteilung.

Das Unternehmen versicherte, es gebe keine Hinweise darauf, dass Kundendaten betroffen waren. Eine Sprecherin wollte keinen weiteren Kommentar dazu abgeben. Der Cloud-Dienst Windows Azure war nach eigenen Angaben am Freitag nicht über das Internet zu erreichen. Betroffen war offenbar Xbox Live, Microsofts Abonnementdienst für Videospiele und Digitalfilme. Den Grund für den Ausfall nannte das Unternehmen nicht.

Immer mehr Unternehmen betroffen

Apple hatte am Dienstag bekannt gegeben, Hacker seien in eine "geringe Anzahl" Rechner von Mitarbeitern eingedrungen. Facebook berichtete vor einer Woche über einen Angriff. Der Kurznachrichtendienst Twitter wurde nach eigenen Angaben in diesem Monat Opfer einer Cyberattacke, bei der sich Hacker möglicherweise Zugang zu Namen und E-Mail-Adressen von etwa 250.000 Nutzern verschafften. Experten vermuten die Angreifer in China oder Osteuropa.

Täter sollen aus Osteuropa stammen

Die Computer bei Facebook und Apple wurden nach bisherigen Informationen über eine präparierte Website für Entwickler mobiler Programme angesteckt. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg aus Ermittlerkreisen steckte dahinter eine kriminelle Bande aus Osteuropa. Mindestens 40 Unternehmen seien Opfer der Attacke geworden. Ziel sei es gewesen, interne Informationen abzugreifen, die man auf dem Daten-Schwarzmarkt verkaufen kann.

In den vergangenen Monaten hat eine ganze Serie von Hacker-Angriffen auf US-Unternehmen Schlagzeilen gemacht. So waren auch die Internetseiten der "New York Times" und des "Wall Street Journal" heimgesucht worden. Oftmals führten die Spuren nach China. Die vermehrten Vorfälle haben bereits US-Präsident Barack Obama auf den Plan gerufen. Der Demokrat ordnete per Dekret einen besseren Schutz wichtiger US-Internetseiten vor Cyber-Attacken an.

Darstellung: