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Der US-Softwarekonzern Microsoft hat mit weitreichenden Zugeständnissen eine neuerliche Kartellstrafe der EU-Kommission abgewendet. Die europäischen Wettbewerbshüter stellten eine Untersuchung gegen den Softwaregiganten unter der Bedingung ein, dass Microsoft auf dem weit verbreiteten Betriebssystem Windows Konkurrenzprodukte zu seinem Internet Explorer zur Auswahl zulässt.
"Millionen europäischer Verbraucher profitieren von dieser Entscheidung, durch die sie freie Auswahl bei Webbrowsern bekommen", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Die Kommission hatte Microsoft vorgeworfen, mit der Koppelung des vorinstallierten Internet Explorers an Windows seine dominante Marktposition zu missbrauchen.
[Bildunterschrift: Kommt im Paket mit dem Internet Explorer: Das Betriebssystem Windows]
Der US-Konzern wird in Europa sein Produkt über fünf Jahre lang mit einer Auswahlseite liefern, die andere Browser neben dem Internet Explorer anbietet. Mit wenigen Clicks kann der Nutzer so den Internet Explorer deaktivieren und einen anderen Browser als Standardprogramm auswählen. Microsoft sagte der Kommission zufolge außerdem eine weitreichende Offenlegung von Schnittstellen-Informationen zu, sodass Produkte von Wettbewerbern auf den Microsoft-Systemen besser laufen können.
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