Größter Jobabbau bei Software-Konzern Microsoft streicht bis zu 18.000 Stellen

Stand: 17.07.2014 16:03 Uhr

Microsoft streicht weltweit 18.000 seiner 127.000 Arbeitsplätze. Der Abbau von 13.000 Stellen sei bereits in die Wege geleitet, das gesamte Vorhaben solle Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein, teilte Firmenchef Satya Nadella mit.

Microsoft-Chef Satya Nadella (Bildquelle: AP)
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Konzernchef Nadella kündigte die Streichung von 14 Prozent der Stellen an.

Der Großteil der Jobverluste - 12.500 Stellen - geht demnach auf die Eingliederung des zugekauften finnischen Handyherstellers Nokia zurück. Mit der Übernahme war Microsofts Mitarbeiterzahl von 99.000 auf 127.000 gestiegen.

In Deutschland sind von den Streichungen nur wenige Mitarbeiter betroffen. Es handle sich um eine "zweistellige Anzahl von Beschäftigten", sagte ein Sprecher von Microsoft Deutschland. Welche Standorte betroffen sind, konnte er nicht sagen. Die Deutschland-Zentrale von Microsoft befindet sich in Unterschleißheim bei München.

Nadella verspricht Abfindungen

Die meisten der betroffenen Mitarbeiter sollen binnen sechs Monaten informiert werden. Nadella versprach Abfindungen und Hilfe bei der Suche nach neuen Jobs. Der Stellenabbau ist der größte in der 40-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Die Gesamtkosten für den Abbau bezifferte Microsoft auf 1,1 bis 1,6 Milliarden Dollar vor Steuern, verteilt über die nächsten vier Quartale. Die Microsoft-Aktie stieg vorbörslich um 1,1 Prozent.

Microsoft streicht Stellen
tagesschau 20:00 Uhr, 17.07.2014, Tina Hassel, ARD Washington

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