Disneys Animationschef Lasseter | Bildquelle: AP

#metoo-Bewegung Animationschef von Disney tritt zurück

Stand: 09.06.2018 04:30 Uhr

Disneys Trickfilmvorstand Lasseter hat angekündigt wegen des Skandals um "ungewollte Berührungen" seinen Job aufzugeben. Er ist der Schöpfer von Filmen wie "Die Eiskönigin" und "Variana".

Der Animationschef des Unterhaltungskonzerns Walt Disney und Mitbegründer des Filmstudios Pixar, John Lasseter, legt im Zuge der #MeToo-Bewegung sein Amt nieder. Zum Ende des Jahres werde er dem Unternehmen den Rücken kehren, bis dahin bleibe er als Berater im Einsatz, teilte Disney mit.

Lasseter habe Fehlverhalten im Umgang mit Mitarbeitern eingeräumt. Er ist der höchste Hollywood-Boss, der mit den Konsequenzen aus der #MeToo-Bewegung seinen Hut nehmen wird. Er war der kreative Macher hinter jeder Pixar-Verfilmung sowie hinter Disney-Hits wie "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" und "Vaiana - Das Paradies hat einen Haken".

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Lasseter bleibt bis zum Jahresende als Berater für Disney im Einsatz.

Disney-Chef lobt Lasseter

Bereits im November hatte der 61-Jährige eine sechsmonatige Auszeit angekündigt und sich bei Mitarbeitern entschuldigt, "die je eine ungewollte Umarmung" oder eine andere Geste von ihm empfangen hätten, "die sich nicht respektiert oder unwohl" fühlen ließ.

In einer Mitteilung gab er nun bekannt, in den vergangenen Monaten über sein Leben und seine Karriere nachgedacht und entschieden zu haben, neue kreative Herausforderungen zu suchen. Disney-Chef Bob Iger würdigte Lasseter für seine Innovationen und dessen Art des Geschichtenerzählens. Er habe Standards in der Animation gesetzt, die noch für kommende Generationen gelten würden. Ein Nachfolger für Lasseters Posten wurde noch nicht bekannt gegeben.

#metoo: Pixar Kreativchef John Lasseter verlässt Disney
Reinhard Spiegelhauer, ARD Los Angeles
09.06.2018 06:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Juni 2018 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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