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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für einen verstärkten Kampf gegen wachsende Staatsschulden in der Europäischen Union ausgesprochen. "Die Verschuldung ist die größte Gefahr für den Wohlstand auf unserem Kontinent", sagte sie beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos.
Die Lehre aus der Finanz- und Wirtschaftskrise laute, dass Schulden abgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden müssten, so Merkel weiter. Dazu müsse es eine "koordinierte politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit" innerhalb der EU geben. Als Beispiele nannte sie das Pensionsalter sowie die Bildungs- und Forschungspolitik. Auch der Anteil investiver Ausgaben in den Haushalten müsse angeglichen werden. Maßstab müsse dabei immer der Beste in der EU und der internationale Wettbewerb sein.
Zudem bekräftigte Merkel, dass sie am Euro festhalten wolle. Dieser sei die Währung Europas. "Scheitert der Euro, scheitert Europa", sagte sie und appellierte an die Mitgliedsstaaten der Eurozone, diese Währung zu verteidigen und ihn dauerhaft stabil zu halten. Gleichzeitig räumte sie ein, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien. "Wir müssen einiges von dem nachholen, was wir bei der Einführung des Euro nicht ausreichend gemacht haben", sagte sie mit Blick auf eine mangelnde politische Zusammenarbeit und Koordination der Wirtschaftspolitiken in der Eurozone. Zuvor hatte sich bereits Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für eine Stärkung des Euro eingesetzt.
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