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Bundesnetzagentur verordnet niedrigere Gebühren

Telefonieren zwischen Handynetzen soll billiger werden

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Das mobile Telefonieren zwischen den Netzen soll billiger werden.

Die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber müssen ihre Gebühren für die Weiterleitung von Gesprächen aus anderen Netzen deutlich senken. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, sinken die so genannten Terminierungsentgelte ab dem 23. November für Marktführer T-Mobile um 2,22 Cent auf 8,78 Cent die Minute. Die beiden kleinen Anbieter E-Plus und O2 Germany dürfen ab dann nur noch 9,94 Cent verlangen, 2,46 Cent weniger als bisher.

Vodafone hatte die geforderten Unterlagen später als die Wettbewerber eingereicht. Mit einer Entscheidung sei hier am 16. November zu rechnen, sagte ein Behördensprecher. Es ist davon auszugehen, dass die Gebühr wie bei T-Mobile ausfällt. Die neuen Gebühren gelten bis zum 30. November 2007.

Keine freiwillige Einigung zustande gekommen

Die Bundesnetzagentur greift damit erstmals am Mobilfunkmarkt ein, nachdem eine freiwillige Einigung in der Branche gescheitert war: Die KPN-Tochter E-Plus hatte eine weitere Spreizung der Gebühren gefordert, um Kostennachteile gegenüber den großen Anbietern auszugleichen. Mit den Gebühren machen die Betreiber einen großen Teil ihres Umsatzes. Um einer Regulierung zuvor zu kommen, hatten sie sie in zwei Schritten bereits gesenkt: Seit Dezember 2005 verlangen Vodafone und T-Mobile elf Cent die Minute, E-Plus und O2 12,4 Cent.

Netzbetreiber forderten deutlich höhere Entgelte

Chefregulierer Matthias Kurth hatte die Netzbetreiber aufgefordert, ihre Kosten für den Mobilfunk offenzulegen. Die Unterlagen sollten Basis für die Gebührenfestsetzung sein. Was zu den tatsächlichen Kosten für das Betreiben eines Netzes zu zählen ist, wurde von den Unternehmen aber unterschiedlich gesehen: Sie beantragten Terminierungsentgelte zwischen elf Cent und mehr als 20 Cent. "Die eingereichten Kostenunterlagen konnten nicht als tragfähige Entscheidungsgrundlage anerkannt werden", erläuterte Kurth. Er entschied sich daher, die Entgelte an den günstigsten in der EU zu orientieren.

Kurth rechtfertigte auch die prozentual gleichgebliebene Spreizung zwischen den einzelnen Mobilfunknetzen. Sie trügen dem späteren Markteintritt von O2 und E-Plus, den Kosten für den Netzaufbau und den geringeren Marktanteilen Rechnung.

Stand: 16.11.2012 21:21 Uhr

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