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Im Netz gibt es, neben Facebook und MySpace, viele kleinere soziale Netzwerke. Die meisten sind kostenlos und die Anmeldung einfach, eine E-Mail-Adresse genügt. Bei einige Plattformen, wie zum Beispiel die kleine deutsche Seite Kiezkollegen, kann sich nur über Einladung eines bereits angemeldeten User angemeldet werden.
Der Aufbau der Seiten ist ähnlich. Der User kann eine personalisierte Webseite erstellen, ein eigenes Profil anlegen und sich darüber mit Bekannten und Freunden vernetzten. Auf der Profilseite können zum Beispiel Bilder, Kontaktdaten, Lebenslauf, Hobbies und sonstige Interessen veröffentlicht werden.
tagesschau.de stellt wichtige und originelle Netzwerke vor.
Von Mark Zuckerberg 2004 als Meetingplattform für Harvard-Studenten gegründet. Eine Freigabe der Seite für User aus aller Welt erfolgte im September 2006. Seit dem ist ein drastischer Anstieg der Mitgliederzahlen zu verzeichnen.
Der Software-Konzern Microsoft hat sich bei der Internet-Plattform Facebook eingekauft - mit 240 Millionen Dollar für Beteiligung von 1,6 Prozent. Damit wurde Facebook, das mit 50 Millionen Mitgliedern als ernsthafter Konkurrent von MySpace gilt, mit 15 Milliarden Dollar bewertet. Facebook ist die zweitgrößte Kontaktplattform in den USA, nach MySpace. Nach eigenen Angaben sollen sich täglich 150.000 neue Nutzer anmelden. Für das Jahresende wird mit 100 Millionen Mitgliedern gerechnet.
Finanziert wird die Plattform durch Online Werbung und den Verkauf von Pictogrammen (Icons) an Nutzer. Microsoft hat die Vermarktung der Werbebanner und –links übernommen.
Im Mai diesen Jahres öffnete sich das Portal für Drittanbieter, Nutzer können Anwendungen auch anderer Anbieter wie E-Mail, Fotos oder Musik nutzen, auf ihr Profil integrieren. Viele Produkte können direkt bestellt werden, der Erlös geht an die Drittanbieter.
Facebook profitiert davon, dass durch die Anwendungen neue User gelockt und Mitglieder gehalten werden.
Gründer Zuckerberg wird von ehemaligen Kommilitonen beschuldigt, Idee, Design und Quellcode von ihrer Plattform ConnectU geklaut zu haben. Zuckerberg war Programmierer bei ConnectU, ehe er Facebook gründete.
In Los Angeles gründeten Chris DeWolf und Tom Anders 2003 MySpace. Die ursprüngliche Idee war „ A place for friends“ zu schaffen, damit unbekannte Künstler sich im Netz präsentieren können. Rupert Murdoch kaufte das Portal im Juli 2005 für 580 Millionen Dollar.
200 Millionen Mitglieder sind registriert. Nach Seitenaufrufen ist MySpace die sechsbeliebteste Internetseite weltweit.
Die Plattform wird nicht nur von Künstlern genutzt, viele Nutzer sind mit Phantasienamen angemeldet. Um sich besser zu vermarkten, besteht die Möglichkeit neben Bildern eigene Videos und Audios in das Profil zu integrieren. Die Profile können auch ohne Anmeldung eingesehen werden.
Finanziert wird die Plattform durch Werbung, so zahlt zum Beispiel Google 900 Millionen Dollar um auf der Seite ihre Suchfunktion anzubieten - mit passender Werbeeinblendung.
Kritiker werfen MySpace ungenügenden Schutz von Minderjährigen vor. Pädophile sollen die Seite benutzt haben um Kontakt zu Kindern und Jugendlichen herzustellen. MySpace konterte mit diversen Sicherheitsmechanismen. Die Auseinandersetzung dauert an.
Unter dem Namen OpenBC wurde das Berufsnetzwerk im August 2003 von Lars Hinrichs gegründet. Die Internet Kontaktbörse für Geschäftsleute soll helfen, den richtigen Ansprechpartner schneller zu erreichen. Das Unternehmen ging 2006 an die Börse.
Die Plattform hat nach eigenen Angaben bislang zwei Millionen Mitglieder. Ziel ist es, international zu wachsen und der amerikanischen Seite Linkedin (ca. 10 Millionen Mitglieder) um die Spitze der Internet- Berufsnetzwerke Konkurrenz zu machen. Auf der Seite wird auf Werbung verzichtet.
Die Mitglieder können zwischen der Basis-Mitgliedschaft und der Premium-Mitgliedschaft wählen. Die Basis-Mitgliedschaft ist kostenlos, die Premium-Mitgliedschaft kostet 5,95 Euro. Etwa 13 Prozent nutzen das kostenpflichtige Angebot, welches interne E-Mail-Funktion und erweiterte Personensuche beinhaltet. Kritisiert wird, dass erst bezahlt werden muss, um detalliert zu suchen und Kontakt herzustellen.
Im Oktober 2005 wurde die Plattform von den zwei Studenten Ehssan Dariani und Dennis Bemmann gegründet. Im Januar 2007 für geschätzte 55 Millionen Euro an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft.
Ursprünglich war studiVZ als Studentennetzwerk gedacht, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und die Anonymität an den Hochschulen zu überwinden. Inzwischen befinden sich auch viele ehemalige Studenten, Schüler und Auszubildende im Netzwerk. Für die Schüler wurde eigens das schülerVZ gegründet. Nach Angaben der Betreiber sind 2,6 Millionen Nutzer aus Deuschland, Österreich und der Schweiz vernetzt. Seit Oktober 2006 ist studiVZ europaweit mit Portalen in Frankreich mit studiQG.fr, in Spanien mit estudiLN.net, in Italien mit studiLN.it und in Polen mit studentIX.pl expandiert. Finanziert wir die Seite durch Werbung - und die Holtzbrinckgruppe.
Kritik gab es am Mitgründer Dariani, der Partyeinladungen im Layout des Naziblattes „Völkischer Beobachter“ verschickte, und an der schlechten Sicherung der Nutzerdaten gegen Hacker. Ende Februar 2007 gelang es Hackern die Seite zu knacken und Nutzerdaten auszulesen. Außerdem kritikwürdig: Offenbar verabredeten sich User zur sexuellen Anmache von Studentinnen - mit Wissen der Geschäftsführung.
Beim Ableger schülerVZ wird bemängelt, dass Kinder sich unter falschem Geburtsdatum anmelden und so unerlaubt auf die Seite gelangen können. Zudem breiten sich pornografische Inhalte im Teenager-Portal aus.
Im Mai 2007 gegründet von Olympia-Bronzemedaillengewinner im Kanu-Slalom, Stefan Pfannmoeller.
Durch die Seite sollen sich Sportler, Trainer und Teams abseits von Wettkämpfen und Trainingslagern untereinander vernetzen. Sportübergreifend soll eine Brücke zwischen Profi, Amateur und Freizeitsportlern geschlagen werden. Es gibt eine „Hall of Fame“ für die erfolgreichsten Sportler des Portals und ein Fan-Ranking, wer die meisten Fans im Netzwerk hat.
Handballspieler Stefan Kretzschmar, Judo-Olympiasigerin Yvonne Bönisch, Leichtathletik-Europameister Jan Fitschen sind unter anderem schon im Netzwerk. Mitglied kann aber jeder werden.
Als Diplomarbeit entwickelte Mark Wirblich die Plattform Kiezkollegen.de. Seit August 2005 gibt es die Plattform für Hannover, es folgten Hamburg, Berlin und Stuttgart.
Kiezkollegen.de hat 100.000 angemeldete Mitglieder. Nach eigenen Angaben organisieren die Mitglieder über die Plattform Treffen und Partys. Zugang zur Seite können neue Mitglieder nur per Einladung bekommen.
Die Seite finanziert sich durch Werbung, welche über Google geschaltet wird.
Julian Rohn und Charlotte Speth, tagesschau.de
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