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Der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel hat erneut Hunderttausende seiner Artikel wegen möglicher gesundheitlicher Gefahren zurückgerufen. Wie der Konzern mitteilte, hätten freiwillige Untersuchungen ergeben, dass Farben an elf weiteren in China gefertigten Spielzeugen der Marken Barbie und Fisher Price einen erhöhten Bleigehalt aufweisen. Es handele sich vor allem um Zubehörteile die zwischen Oktober 2006 und August 2007 gefertigt wurden, Barbie-Puppen seien nicht betroffen.
Weltweit werden knapp 850.000 Spielzeuge zurückgerufen, darunter 675.000 Artikel von Barbie-Accessoires sowie knapp 9.000 Artikel aus der Serie "Big Big World 6-in-I Bongo Band" und 90.000 "Geo Trax"-Lokomotiven von Fisher-Price. In Deutschland gilt der Rückruf für sieben einzelne Kleinteile von Zubehörprodukten der Marken Barbie und Geotrax.
Informationen des Spielzeugherstellers Mattel
Mattel hatte in den vergangenen Wochen mehr als 20 Millionen in China produzierte Artikel zurückgerufen. Sie waren unter anderem mit bleihaltiger Farbe belastet. Blei kann zu Hirnschäden führen, wenn es von Kindern aufgenommen wird. Der Mattel-Vorsitzende Robert Eckert hatte im vergangenen Monat bei einer Pressekonferenz bereits gewarnt, dass es weitere Rückrufaktionen geben könnte. Der Konzern hatte nach den ersten beiden Rückrufen vom 1. und 14. August Ermittlungen in chinesischen Zulieferbetrieben aufgenommen und neue Tests veranlasst. Die US-Verbraucherschutzkommission prüft nun, ob Mattel im Zusammenhang mit der Rückrufaktion vom 14. August die Behörden rechtzeitig verständigt habe.
[Bildunterschrift: Enthält möglicherweise gesundheitsbelastende Farbe: Fisher-Price-Spielzeug ]
Ende August hatte die amerikanische Spielzeug-Kette Toys "R" Us rund 27.000 Schreib- und Malkästen aus China zurückgerufen, weil sowohl die Verpackung als auch einzelne Farben Blei enthielten. Das US- Handelsunternehmen Martin Designs rief rund eine Viertelmillion in China hergestellter Kinder-Adress- und Notizbücher wegen möglicher Gefahren zurück. 80 Prozent des weltweit verkauften Spielzeugs wird in China hergestellt. Hersteller und Händler fürchten nun, dass die Rückrufaktionen das bevorstehende Weihnachtsgeschäft belasten können.
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