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[Bildunterschrift: Die Sachsen LB ]
Sachsen-LB-Chef Herbert Süß ist zurückgetreten. Er höre zum 15. September auf und übergebe sein Amt an den 49-jährigen Joachim Hoof, der sein Amt als Chef der Ostsächsischen Sparkasse Dresden zunächst ruhen lassen werde, teilte die wegen Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt in Schieflage geratene Sachsen LB mit. Süß scheide "auf eigenen Wunsch" aus. Zudem wurden die Vorstandsmitglieder Yvette Bellavite-Hövermann und Werner Eckert mit sofortiger Wirkung entlassen.
Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hatte die Aufbereitung der Sachsen-LB-Krise neue schwere Vorwürfe gegen die Bankleitung und den sächsischen Finanzminister Horst Metz an den Tag gebracht. So seien neue riskante Finanzmanöver der Bank bekannt geworden: Bis zu zwei Drittel der insgesamt in Kreditgeschäften und anderen Engagements eingesetzten 65 Milliarden Euro steckten in den außerbilanziellen Zweckgesellschaften in Dublin und Leipzig, berichtet die "SZ" unter Berufung auf den Finanzausschuss des sächsischen Landtags.
[Bildunterschrift: Sachsens Finanzminister Horst Metz ]
Der 20-köpfige Verwaltungsrat der Sachsen LB kritisierte laut "SZ" zudem die gravierenden Informationsdefizite der Bankleitung. Man habe dem Gremium wichtige Auskünfte "schlicht verweigert". An der Spitze des Verwaltungsrats sitzt Finanzminister Metz. Dieser habe wichtige Informationen "nur nach massiven Kämpfen" freigegeben. Die Vorwürfe gehen aber noch weiter: "Wir sind eindeutig belogen worden", zitiert das Blatt eine stellvertretende Verwaltungsrätin der Sachsen LB, die SPD-Landrätin Petra Köpping. Metz hatte im Landtags-Finanzausschuss stets bestritten, Fehler bei der Kontrolle der Sachsen LB gemacht zu haben.
Pikant sind die Angaben nicht nur wegen der Aufbereitung des Sachsen-LB-Debakels. Bei der Landesbank Baden-Württemberg, die die angeschlagene Bank am Wochenende gekauft hatte, dürften die Meldungen über bis zu 46 Milliarden schlecht angelegte Euro für erhebliches Aufsehen sorgen.
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