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Wirtschaft

Bundesregierung setzt auf Linux

Das Bundesinnenministerium setzt in der öffentlichen Verwaltung in Zukunft verstärkt auf das freie Betriebssystem Linux und andere Open Source Software. Zu diesem Zweck haben Bundesinnenminister Otto Schily und IBM Deutschland-Chef Erwin Staudt in Berlin einen Rahmenvertrag unterzeichnet. Er ermöglicht es Bund, Ländern und Kommunen erstmals, zu besonders günstigen Konditionen Software zu beschaffen, die auf dem Betriebssystem Linux basieren. Dieses stellt eine Alternative zum Betriebssystem Windows des US-Herstellers Microsoft dar.

Mit dem Einsatz von freier Software will der Bundesinnenminister die Sicherheit in der IT-Infrastruktur erhöhen. Monokulturen in der Informationstechnik seien ebenso wie in der Natur schadensanfällig, sagte Schily. Die rasante Verbreitung des Virus "Loveletter" vor rund zwei Jahren habe das deutlich gezeigt. Die Förderung von Linux durch das Bundesinnenministerium müsse auch im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September gesehen werden.

Auch Bundestag-Rechner werden auf Linux umgestellt

Gleichzeitig gehe es darum, nicht von einem Anbieter abhängig zu sein, der dann Preise und Bedingungen diktiere. Jede Behörde könne demnächst selbst entscheiden, ob und in welchen Bereiche sie Linux einsetzt, sagte Schily. Mitte März hatte sich bereits der Ältestenrat des Parlaments dafür ausgesprochen, auf den rund 150 Servern des Deutschen Bundestag die Software des Marktführers Microsoft durch das freie Betriebssystem Linux zu ersetzen.

Stand: 03.06.2002 18:12 Uhr
 

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