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21.03.2010

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Wirtschaft
Apple will Internet Explorer von Microsoft angreifen
Apple will Internet Explorer angreifen

Heia Safari!

Steve Jobs (Foto AFP) (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Steve Jobs, der Gründer von Apple, bei der Präsentation eines Apple-Computers. (Archiv) ]
Apple will mit einem neuen Web-Browser für Windows-PCs an seinen Erfolg im Musikgeschäft anknüpfen und tritt damit direkt gegen Microsoft an. Apple-Chef Steve Jobs präsentierte auf dem Entwicklerforum seines Unternehmens in San Francisco eine Windows-Variante des Browser "Safari", der in einer Test-Version bereits kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann.

Die momentan herunterladbare Beta-Version des Browsers hat noch Probleme mit der korrekten Darstellung vieler Webseiten, alle Installationen auf nicht-englischen Windows-Versionen sind davon betroffen. Augenfälligstes Problem der Darstellung sind Text-Überschriften und fehlende Navigationselemente.

Darüber hinaus deckten Experten nur zwei Stunden nach der Veröffentlichung eine Sicherheitslücke im neuen Apple-Browser auf. Der Fehler lässt sich so ausnutzen, dass ein ein beliebiges Programm auf dem Rechner gestartet werden kann. Andere Experten konnten eine ganze Reihe von Fehlern nachweisen, die zum Absturz des Browsers führen.

Der Safari-Browser (Windows) mit Darstellungsfehlern Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Safari-Browser (Windows) mit vielen Darstellungsfehlern ]
Das fertige Programm soll es im Oktober geben, wenn Safari 3 als Bestandteil des neuen Mac-Betriebssystems Mac OS X "Leopard" erscheinen wird. Leopard enthalte mehr als 300 neue Funktionen, sagte Jobs. Zu den Neuerungen gehören ein neuer Desktop für den Mac. Das "Dock" am Bildschirmrand soll die Möglichkeit bieten, Dateien in Form von "Stacks" (Stapeln) intuitiv anzuordnen. Eine "Time Machine" soll für Backup-Zwecke die Rückkehr zu früheren Systemzustände erlauben.

In der Windows-Welt ist bislang der Internet Explorer von Microsoft der mit Abstand führende Browser. 78 Prozent aller Webzugriffe erfolgen nach Angaben von Apple derzeit weltweit mit einer Variante des "IE". Der alternative Browser Firefox hält demnach 15 Prozent Marktanteil, Apple mit dem Safari fünf Prozent.

iPhone offen für externe Programme?

Zugleich kündigte Jobs an, Apple werde unabhängigen Entwicklern ermöglichen, Programme für sein mit Spannung erwartetes Multimedia-Handy iPhone zu schreiben. Allerdings will Apple wegen Sicherheitsbedenken das iPhone so bauen, dass es keine echten Programme von anderen Anbietern unterstützt, die Programme Dritter sollen einzig im Webbrowser Safari laufen, also echte Online-Anwendungen sein.

Apple wird das iPhone am 29. Juni in den USA zusammen mit dem Telekomriesen AT&T auf den Markt bringen. Ein Starttermin für Europa steht noch nicht exakt fest.

Stand: 12.06.2007 15:46 Uhr
 

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