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Olivenöl genießt einen guten Ruf: Dank reichlich enthaltener einfach ungesättigter Fettsäuren ist es gut für die Cholesterinwerte und schützt vor Krankheiten. Kein Wunder also, dass viele Deutsche zum Kochen und für Salate zum Olivenöl greifen. Und bevorzugt zu Flaschen mit dem Etikett "nativ extra", das beste Qualität verspricht.
[Bildunterschrift: Vielfach werden die gesunden Oliven noch aufwändig mit der Hand geerntet. ]
Doch das ist oft nicht der Fall. Bei einem Test von 26 Olivenölen durch die Stiftung Warentest fiel jedes dritte mit "mangelhaft" durch. Die Gesamtnote "sehr gut" wurde gar nicht vergeben, ein "gut" gab es immerhin fünf Mal. Keines der untersuchten Öle war frei von Schadstoffen.
Im Labor fand sich unter anderem in 18 Ölen das Krebs erzeugende Benzopyren. Die Substanz sei im Tierversuch Krebs erzeugend und beeinträchtige die Fortpflanzungsfähigkeit, schreiben die Warenprüfer in der Oktoberausgabe des Heftes "test". Der seit April für Olivenöle geltende Grenzwert wurde aber in allen Fällen deutlich unterschritten.
"Es ist besonders kritisch, dass wir erstmals Weichmacher im Olivenöl entdeckt haben", sagte Ressortleiterin Vera Kaftan in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse. Am stärksten mit Weichmachern belastet waren ausgerechnet zwei Bioprodukte.
Ingesamt erzielten nur drei Öle im Geruchs- und Geschmackstest ein "sehr gutes" Ergebnis. Dagegen schmeckte jedes zweite nach Ansicht der Warentester ranzig oder schlammig. Auch eine Wärmebehandlung zur Qualitätsverbesserung sei in sieben Fällen nachgewiesen worden. Diese ist jedoch verboten, wenn das Prädikat "nativ extra" vergeben werden soll.
Trotz allem bringt der Test auch gute Nachrichten. Ein "gutes" Olivenöl muss nämlich nicht teuer sein; drei Öle im Test kosteten höchstens zehn Euro pro Liter. Die Note "gut" ging an fünf Öle der Marken "Vom Fass", "Gaea", "Bancetto" (Edeka), "Füllhorn" (Rewe) und "Luccese" (Lidl).
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