Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
[Bildunterschrift: Sieht Bewegung im Tarifstreit: Ver.di-Chef Bsirkse ]
Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst erhofft sich ver.di-Chef Frank Bsirske "neue Impulse" durch die separat laufenden Verhandlungen mit dem Saarland. "Dass jetzt im Saarland ernste Gespräche aufgenommen werden, ist ein gutes Zeichen", sagte Bsirke auf einer Großkundgebung seiner Gewerkschaft in Hannover. Die Entwicklung dort zeige, dass die Dinge in Bewegung geraten könnten. Er sei zuversichtlich, dass die seit Wochen andauernden Streiks im öffentlichen Dienst in absehbarer Zeit beendet sein könnten. Wenn nötig, werde die Gewerkschaft die Streiks aber auch über Ostern hinaus fortsetzen.
Abgetrennt von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte ver.di am Wochenende Sondierungsgespräche mit dem Saarland begonnen. Wegen der besonders schwierigen Finanzlage dort hatte die Gewerkschaft separaten Verhandlungen zugestimmt.
Bsirske fordert die übrigen Länder zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen auf. "Wir sind verhandlungsbereit und haben daran auch keinen Zweifel gelassen", sagte der ver.di-Chef. Im letzten Telefonat mit dem TdL-Verhandlungsführer, dem niedersächsischen Finanzminister Hartmut Möllring, habe ein neuer Verhandlungstermin leider keine Rolle gespielt. Möllring habe bislang "keine Anstalten unternommen, jenseits von Bluffnummern am Verhandlungstisch zu einer Lösung zu kommen".
[Bildunterschrift: Streik im öffentlichen Dienst ]
Zurzeit streike man an den Unikliniken, in den Straßenmeistereien und einer Reihe weiterer Bereiche der Länder. "Wir setzen diesen Arbeitskampf fort, um zu einer Lösung am Verhandlungstisch zu kommen", sagte der ver.di-Vorsitzende. Es gehöre zur Taktik der Länder, in dem Tarifkonflikt auf Zeit zu spielen. Die Gewerkschaft könne aber, "einen solchen Streik problemlos ein Jahr und länger durchfinanzieren", sagte Bsirske. Die Streikfront bröckele keineswegs.
Nach Angaben der Polizei nahmen rund 10.000 Menschen an der Großkundgebung teil. Dort machten sie auf Transparenten und mit Trillerpfeiffen ihrem Unmut über die Haltung der Arbeitgeber im Tarifkonflikt Luft. Die Arbeitgeber verlangen die Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich sowie Einschnitte beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. Anfang März waren etwa 20.000 Teilnehmer zu einer ähnlichen Demonstration nach Hannover gekommen.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW