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Mobilfunkkonzerne unter Druck

Anrufe auf dem Handy sollen billiger werden

Anrufe vom Festnetz zum Handy könnten schon bald billiger werden. Die Bundesnetzagentur will eine spürbare Senkung der Gebühren erzwingen, die die vier deutschen Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 bei Anrufen in ihrem Netz in Rechnung stellen.

Die Behörde veröffentlichte dazu den Entwurf einer Regulierungsverfügung. Alle Betroffenen haben nun vier Wochen Zeit, dazu Stellung zu nehmen. Derzeit kassieren die führenden deutschen Mobilfunkanbieter, T-Mobile und Vodafone, bei Anrufen in ihrem Netz Weiterleitungsgebühren von 11 Cent in der Minute, die kleineren Anbieter, E-Plus und 02, sogar 12,4 Cent je Minute. Gebühren, die beträchtliche Gewinne in die Kassen der Mobilfunker spülen - auf Kosten der Verbraucher. Das will der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth jetzt ändern.

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Wer eine Handy-Nummer wählt, könnte bald günstiger davon kommen.

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Für Anrufe aus dem Festnetz kassieren die großen Mobilfunknetzbetreiber Gebühren. Die machen das Gespräch teuer.

Schärfste Waffe Genehmigungspflicht

Die Bundesnetzagentur sieht sich nach einer Marktanalyse zum Einschreiten verpflichtet, da die vier Mobilfunkkonzerne bei Anrufen in ihrem eigenen Netz praktisch über ein Monopol verfügen. Sollten die Mobilfunkbetreiber die Gebühren nicht senken, droht die Bundesnetzagentur mit ihrer schärfsten Waffe: der Einführung einer Genehmigungspflicht für die Weiterleitungstarife.

Noch Zeit für freiwillige Vereinbarungen

Doch könnten die Unternehmen diese Zwangsmaßnahme noch durch freiwillige Vereinbarungen abwenden, betonte Kurth vor wenigen Tagen. Voraussetzung sei aber, dass sie die Preise weiter absenkten und sich dabei an den europäischen Standards bei vergleichbaren, effizienten Netzbetreibern orientierten. Auf jeden Fall werde die neue Regulierungsverfügung noch in diesem Jahr in Kraft treten, hieß es bei der Behörde.

Stand: 16.11.2012 21:21 Uhr

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