Dossier
Atomkraft
Auslauf- oder Zukunftsmodell?
Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 glaubten viele in Deutschland, das Aus für die Atomkraft sei bald besiegelt. Als Rot-Grün 2000 den Ausstieg vereinbarte, schien dies sicher. Aber hohe Gas- und Ölpreise sowie die Klimadiskussion begünstigten eine mögliche Renaissance der Atomenergie. Doch die Zwischenfälle in den Kraftwerken Krümmel und Brunsbüttel könnten das Blatt abermals wenden.
Hintergrund
Im Juni 2000 verständigten sich die rot-grüne Bundesregierung und die Energiewirtschaft auf den "Atomkonsens", ein Prozedere für den Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie. Gesetzeskraft erhielt die Übereinkunft 2002. Im Koalitionsvertrag vereinbarten Union und SPD, das Ausstiegsgesetz nicht zu ändern. Die Regelungen im Einzelnen. [mehr]
Stichwort
Insgesamt zwölf dezentrale Zwischenlager an Atomkraftwerken hat das Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt. Trotz Protests von Umweltschützern werden voraussichtlich auch alle in Betrieb genommen werden. Das Aus der Atomtransporte nach Gorleben bedeutet dies aber nicht. Warum? [mehr]
Grafik
Als der Atomausstieg 2002 Gesetzeskraft erlangte, gab es in Deutschland 19 kommerziell genutzten Atomkraftwerke. Im Jahr 2003 ging in Stade die erste dieser Anlagen vom Netz. Die tagesschau.de-Grafik zeigt, wo sich die restlichen Anlagen befinden und wie lang sie voraussichtlich noch laufen. [mehr]
Reportage
Während hierzulande vorerst weiter am Atomausstieg festgehalten wird, bauen die Finnen ein neues Atomkraftwerk. Es ist das erste in der EU seit der Tschernobyl-Katastrophe. Der Widerstand dagegen hält sich allerdings in Grenzen. Aus Helsinki berichtet Mirja Rumpf. [mehr]
Atomkraft
Die Atomenergie ist in den Industrieländern die mit Abstand wichtigste Alternative zu den fossilen Energieträgern Kohle, Gas und Öl. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergie-Agentur wird sie das auch in den kommenden Jahrzehnten noch bleiben - trotz aller Warnungen von Umweltschützern. [mehr]
Hintergrund
Das Energieunternehmen E.ON ist sich sicher: Noch 200 Jahre lang wird die Menschheit Uran abbauen können - für den Konzern ein Argument für die Atomkraft. Doch derlei Vorhersagen sind gewagt. Verlässlichere Prognosen gehen von deutlich geringeren Uranvorräten aus. [mehr]