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Wirtschaft
Allianz
DGB kritisiert Allianz-Chefs: "Vaterlandslose Gesellen"
DGB-Chef kritisiert Stellenstreichungen

"Vaterlandslose Gesellen" bei der Allianz?

 (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Kanzelt Allianz-Manager ab: DGB-Chef Michael Sommer ]
DGB-Chef Michael Sommer hat die Allianz-Manager wegen des geplanten Stellenabbaus als "vaterlandslose Gesellen" bezeichnet. Sommer sagte der Oldenburger "Nordwest-Zeitung", der Versicherungskonzern sei "ein trauriges Beispiel" für Unternehmen, denen Profit wichtiger sei als ihre soziale Verantwortung in Deutschland. "Es gibt in diesem Land Unternehmen, die sich als vaterlandslose Gesellen herausstellen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die große Koalition sei nun gefordert, das Verhältnis von Subventionen und Gegenleistungen in Form von Arbeitsplätzen wieder ins Lot zu bringen.

Die Allianz hatte angekündigt, im Rahmen der Zusammenführung der früher getrennt agierenden Versicherer der Bereiche Lebens-, Sach- und Krankenversicherungen 5000 Stellen zu streichen und bis 2008 11 der 21 Verwaltungszentren zu schließen. Die Sparpläne sind besonders umstritten, da der Konzern Milliardengewinne erwirtschaftet - im vergangenen Jahr waren es 4,4 Milliarden Euro.

Dresdner Bank: 40 Prozent aller Jobs gestrichen

Bereits vor Bekanntgabe der Jobstreichungen protestierten die Konzernmitarbeiter gegen die Sparpläne. (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: "Eine Minute vor zwölf": Bereits vor Bekanntgabe der Jobstreichungen protestierten die Konzernmitarbeiter gegen die Sparpläne. ]
Zudem sollen bei der Banktochter Dresdner Bank weitere rund 2500 Stellen wegfallen. Damit hätte die Bank dann in den vergangenen fünf Jahren ihren Personalbestand um rund 20.000 Jobs reduziert. Das entspricht einem Minus von 40 Prozent aller Stellen, und damit deutlich mehr als bei den anderen deutschen Großbanken, die ebenfalls Personal abbauten.

Der Betriebsrat des Konzerns hat Streiks gegen die Stellenstreichungen nicht ausgeschlossen. Außerdem will die Arbeitnehmervertretung externe Wirtschaftsberater hinzuziehen, um das Allianz-Management von seinem Entschluss abzubringen.

Stand: 24.06.2006 10:04 Uhr
 

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