Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Der traditionsreiche Name Mitropa verschwindet. Der Spezialist für Verkehrsgastronomie firmiert künftig unter dem Namen SSP Deutschland GmbH, wie das Unternehmen in Eschborn mitteilte.
Mitropa war 2004 vom Londoner SSP-Konzern gekauft worden, mit der Umbenennung soll der internationale Auftritt vereinheitlicht werden. Der Name Mitropa war schon in den vergangenen Jahren kaum mehr für den Außenauftritt genutzt worden. Die "Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen Aktiengesellschaft" - kurz Mitropa AG - war 1916 in Berlin gegründet worden. Sie war in den 20er Jahren zum Beispiel für die Schlafwagen der Luxuszüge "Skandinavien-Schweiz-Express" oder "London-Berlin-Express" zuständig.
Die Teilung Deutschlands spaltete auch die Mitropa. Im Westen fuhr ab 1949 die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagen-Gesellschaft als Tochter der Bundesbahn, in der DDR wurde Mitropa zum Monopolisten bei der Versorgung von Reisenden. Erst 1994 wurden beide Unternehmen wieder unter dem Dach der Mitropa vereint. 2002 ging der Service im Zug an die DB Reise&Touristik AG über, die Bahnhofsgastronomie blieb unter verschiedenen Markennamen bei der Mitropa.
Die 1961 gegründete SSP (Select Service Partners) ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Anbieter im Bereich Verkehrsgastronomie und unterhält in 23 Ländern rund 1900 gastronomische Einrichtungen und Geschäfte an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnraststätten. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz rund zwei Milliarden Euro. SSP beschäftigt weltweit 30.000 Menschen, in Deutschland sind es rund 2200 Mitarbeiter. In diesem Jahr wurden mehr als 200 neue Stellen geschaffen, die meisten davon am neuen Hauptbahnhof in Berlin. Nach Angaben des Unternehmens wird der Konzern die Rechte am Markennamen Mitropa auch nach der Umbenennung weiter behalten. Es sei aber unklar, inwieweit er noch genutzt werden könnte.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW