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MAN-Chef Hakan Samuelsson verlässt das Unternehmen nach Angaben des Nutzfahrzeugkonzerns mit sofortiger Wirkung.
[Bildunterschrift: MAN-Chef Hakan Samuelsson räumt seinen Posten. ]
Samuelsson habe sein Amt auf eigenen Wunsch niedergelegt. Er "will mit seiner Entscheidung dazu beitragen, dass sich die MAN-Gruppe wieder zügig voll und ganz ihren Kerngeschäften und ihrer weiteren Unternehmensentwicklung widmen kann", teilte MAN mit. "Samuelsson ist zu der Überzeugung gekommen, dass es zum Wohle des Unternehmens einen personellen Neuanfang auf höchster Ebene geben sollte." Zu den Gründen für den abrupten Wechsel wollte sich ein Konzernsprecher nicht äußern. Der Schwede stand seit Anfang 2005 an der Spitze des Konzerns.
Zum kommissarischen Nachfolger als Vorstandsvorsitzender bestellte das Präsidium des Aufsichtsrats Georg Pachta-Reyhofen. Samuelsson sicherte dem Präsidium des Aufsichtsrats den Angaben zufolge zu, dass er den Wechsel an der Spitze von MAN "positiv begleiten" und Pachta-Reyhofen in seinen Aufgaben unterstützen werde.
MAN war im Mai von einer Schmiergeld-Affäre erschüttert worden. Die Staatsanwaltschaft München geht dem Verdacht nach, dass vor allem im Lkw-Geschäft Verkäufer von MAN Bestechungsgelder an Mitarbeiter von Kunden zahlten, um den Verkauf anzukurbeln. Die steuerlichen und strafrechtlichen Folgen der Ermittlungen seien noch nicht abzuschätzen, erklärte das Unternehmen Ende Oktober. Bereits im zweiten Quartal hatte MAN für Anwalts- und Beraterkosten zur Aufarbeitung der Affäre 50 Millionen Euro zurückgestellt. Samuelsson hatte bei der Vorstellung der Bilanz für das dritte Quartal gesagt, er hoffe, bis Jahresende mehr zu wissen.
Samuelsson hatte zudem bekannt gegeben, dass der Konzern im dritten Quartal nur knapp in den schwarzen Zahlen geblieben sei und auch im nächsten Jahr noch kein Aufschwung zu erwarten sei. Im saisonal stets schwachen dritten Quartal war der MAN-Gewinn auf sechs Millionen Euro zusammengeschrumpft. Umsatz und Auftragseingang sanken gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 3,10 beziehungsweise 2,66 Milliarden Euro.
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