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Maschinen der Lufthansa

Tarifkonflikt bei der Lufthansa

Flugbegleiter streiken vorerst nicht

Die Lufthansa hat nochmals fünf Tage Zeit für die Verhandlungen mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO bekommen. Die Gewerkschaft verschob die Entscheidung über einen Streik und einigte sich mit der Fluggesellschaft auf weitere Verhandlungen über eine "große Lösung" mit sämtlichen Tariffragen im Zusammenhang mit dem Kabinenpersonal. Falls es es zu keiner Einigung komme, "werden wir ab Dienstag nächster Woche zu konkreten Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen", kündigte UFO an. Ein Streik könne dann sehr kurzfristig folgen.

Die Gewerkschaft bezeichnete die neue Verhandlungsrunde mit der Lufthansa als einen "klar terminierten, letzten Versuch" einer Einigung für die etwa 19.000 Flugbegleiter des Unternehmens. Das gestern von Lufthansa vorgelegte Angebot zu Vergütungs- und Eingruppierungsfragen hatte UFO als "nicht verhandelbar" zurückgewiesen, weil es sich "erwartungsgemäß um ein reines Spar- und Forderungspaket" handle.

Lufthansa-Passagiervorstand macht Verhandlung zur Chefsache

Bewegung kam nun auch dadurch in die Verhandlungen, dass Lufthansa-Passagiervorstand Peter Gerber die Gespräche zur Chefsache erklärte - ein aus Sicht der Gewerkschaft überfälliger Schritt. UFO-Chef Nicoley Baublies verwies zudem auf einen Brief, in dem das Unternehmen "Missverständnisse" über UFO-Forderungen eingeräumt habe. "Dieses Schreiben hat uns überrascht. Die sogenannte große Lösung, sprich die Verhinderung von Auslagerung, Arbeitsplatzabbau und Leiharbeit, ist für die Kabine von essenzieller Bedeutung", erklärte er.

Die Verhandlungen ziehen sich bereits seit mehr als einem Jahr hin. Die Flugbegleiter fordern einerseits Lohnerhöhungen um fünf Prozent. Andererseits stemmen sie sich aber auch gegen den Sparkurs des Konzerns und dessen Folgen. Lufthansa will den operativen Gewinn bis 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro steigern. Das Passagiergeschäft soll dazu rund 900 Millionen Euro beitragen, allein 600 Millionen Euro sollen aus Einsparungen kommen. UFO wehrt sich in den Tarifverhandlungen unter anderem gegen den Einsatz von Leiharbeitern auf bestimmten Flügen. Zudem will die Gewerkschaft die Verlagerung von Arbeitsplätzen in eine vom Konzern angedachte Billigflugtochter verhindern.

Stand: 23.08.2012 11:59 Uhr

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