Flugbegleiter der Lufthansa  | Bildquelle: dapd

Teileinigung im Tarifkonflikt Lufthansa und UFO kommen sich näher

Stand: 22.01.2016 10:56 Uhr

Bei der Lufthansa haben sich weitere Streiks der Flugbegleiter vorerst erledigt. Noch vor Beginn der Schlichtung einigten sich Unternehmen und die Gewerkschaft UFO auf eine Lohnerhöhung. Auch bei der Altersversorgung gibt es eine Grundsatzeinigung.

Im bislang härtesten Tarifkonflikt bei der Lufthansa zeichnet sich ein Ende ab. Die Fluglinie und die Gewerkschaft der Flugbegleiter einigten sich noch vor Beginn der Schlichtung auf Tarifverträge zu Gehaltssteigerungen und zur Altersversorgung des Kabinenpersonals. Damit sind weitere Streiks der Flugbegleiter vorerst vom Tisch.

Die 19.000 Flugbegleiter sollen für das bei Lufthansa geschäftlich sehr erfolgreiche Jahr 2015 eine Einmalzahlung von 3000 Euro erhalten. Zu Beginn dieses Jahres greift eine Stufenerhöhung von 2,2 Prozent.

Auch bei der Altersversorgung wurde eine Regelung erzielt, wie UFO mitteilte. Detailfragen sind aber noch offen, sie sollen bis zum 15. Februar verhandelt werden und dann möglicherweise in die Schlichtung unter Vorsitz des SPD-Politikers Matthias Platzeck überführt werden. Sollte hier keine Einigung erzielt werden, wäre daher auch noch ein Scheitern der Regelungen zu Übergangs- und Betriebsrenten denkbar. Auf jeden Fall werden die UFO-Mitglieder in einer Urabstimmung das endgültige Ergebnis bewerten.

Andreas Clarysee, HR, zur Teileinigung zwischen Lufthansa und UFO
tagesschau24 12:30 Uhr, 22.01.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Friedenspflicht endet Ende Juni

Die Schlichtung soll bis zum 30. Juni laufen - dann haben in einigen Bundesländern bereits die Sommerferien begonnen. Bis zu diesem Datum gilt eine Friedenspflicht, während derer UFO nicht zu Streiks aufrufen darf.

Wie die Lufthansa mitteilte, sollen parallel weitere Frage besprochen werden, die nicht Bestandteil der Schlichtung seien. Hier gehe es vor allem um Voraussetzungen, unter denen Kabinenmitarbeiter innerhalb des Konzerns zu einer anderen Airline wechseln können.

Die Flugbegleiter hatten im November vergangenen Jahres sieben Tage lang die Arbeit niedergelegt und damit den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert. Noch offen ist der Tarifkonflikt bei den Piloten. Sie haben bereits 13 Mal gestreikt.

Darstellung: