Flugabsagen auf einer Anzeigetafel im Flughafen | Bildquelle: dpa

Zehntausende Kunden betroffen Lufthansa-Streik, Tag zwei von drei

Stand: 24.11.2016 03:59 Uhr

Die 14. Streikrunde der Lufthansa-Piloten zwingt auch heute viele Passagiere zu improvisieren. Hunderte Flüge werden gestrichen. Ein Ende des Konflikts ist noch nicht absehbar.

Passagiere der Lufthansa haben heute erneut mit Hunderten Flugausfällen wegen des anhaltenden Pilotenstreiks zu kämpfen. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ihren am Mittwoch begonnenen Ausstand noch einmal verlängert. Auch am Freitag soll weiter gestreikt werden, wie die VC in Frankfurt ankündigte. Dann trifft es aus Deutschland startende Kurzstreckenflüge.

Sonderflugplan in Arbeit

Die Lufthansa kündigte einen Sonderflugplan auch für den Freitag an. Er werde bis zum heutigen Mittag fertiggestellt, hieß es. Betroffen seien dieses Mal innerdeutsche und europäische Verbindungen, Langstreckenflüge würden planmäßig starten.

Heute werden nach Angaben der Lufthansa zunächst 912 Verbindungen gestrichen - darunter 82 auf der Langstrecke. Tags zuvor waren schon 876 Flüge ausgefallen. Am Mittwoch und Donnerstag zusammen sind laut Lufthansa bereits etwa 215.000 Kunden betroffen. Zehntausende werden am Freitag wohl noch hinzukommen.

Pilotenstreik bei der Lufthansa geht in den zweiten Tag
tagesschau 12:00 Uhr, 24.11.2016, Sebastian Kisters, HR

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Konfliktseiten auf Konfrontationskurs

Es ist der 14. Ausstand in einer bis zum April 2014 zurückreichenden Serie. Die Lufthansa verlangte von der Pilotengewerkschaft, sich auf ein Schlichtungsverfahren einzulassen. "Die Forderung der VC nach einer Vergütungserhöhung von mehr als 20 Prozent geht weit über das hinaus, was andere Beschäftigtengruppen erhalten haben", sagte Personalchefin Bettina Volkens. Die VC verteidigte ihre Aktionen. "Das Lufthansa-Management zeigt weiterhin keinerlei Bewegung und hat kein verhandlungsfähiges Angebot übermittelt", begründete Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg die erneute Verlängerung.

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs nahm den Streik zum Anlass, ein Gesetz zur Zwangsschlichtung von Arbeitsministerin Andrea Nahles zu fordern. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Durch den Streik entstünden der Fluggesellschaft täglich Kosten von zehn Millionen Euro, sagte er.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. November 2016 um 17:00 Uhr.

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