Eine Air-Berlin-Maschine steigt in einen düsteren Himmel auf. | Bildquelle: dpa

Käufer für Air Berlin Die Favoriten stehen fest

Stand: 21.09.2017 21:47 Uhr

Die Unternehmen, unter denen die insolvente Air Berlin aufgeteilt werden soll, stehen offenbar fest. Laut Verhandlungskreisen sind im Bieterkampf die Lufthansa, Easyjet und Condor übrig geblieben. Wer aber was von der bankrotten Airline bekommt, entscheidet sich später.

Noch ist nichts offiziell, doch es steht offenbar bereits fest, unter welchen Konzernen die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin aufgeteilt wird. Aus Verhandlungskreisen drangen drei Namen nach außen: die Lufthansa, Easyjet und Condor.

Demnach soll fast die Hälfte der Flotte der bankrotten Airline an die Lufthansa gehen. Insgesamt verfügt Air Berlin mit rund 8000 Mitarbeitern über eine Flotte von 144 Flugzeugen, von denen aber 38 bereits samt Besatzungen an die Lufthansa-Tochter Eurowings vermietet sind. Den Betrieb dieser Maschinen will sich die Lufthansa vorrangig sichern, wie Konzernchef Carsten Spohr bestätigte. Hinzu kommen 20 bis 40 weitere Verbindungen auf Kurz- und Mittelstrecken, die die Lufthansa übernehmen will. Auch die Air-Berlin-Tochter Niki soll den Insiderberichten zufolge an die Lufthansa gehen.

Die weiteren Teile würden dann unter Easyjet und Condor aufgeteilt werden, wobei Easyjet ebenfalls auf die Kurz- und Mittelstrecken abzielen soll.

Verhandlungen dauern länger

Air Berlin selbst bestätigte bislang noch nichts. Der Gläubigerausschuss habe alle Bieterangebote intensiv erörtert, hieß es von der Fluggesellschaft. Die Auswahl der potenziellen Käufer hänge nun von der Zustimmung des Aufsichtsrats ab. Der soll am Montag beraten und dann offiziell benennen, welche Firmen Anteile von Air Berlin kaufen können.

Doch auch, nachdem die Käufer feststehen, gehen die Verhandlungen noch weiter: Was genau an wen zu welchen Bedingungen geht, soll bis zum 12. Oktober ausgehandelt werden. Auch das getrennt verlaufende Bieterverfahren für die Air Berlin Technik wurde verlängert: Es soll am 6. Oktober enden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 21. September 2017 um 21:45 Uhr.

Darstellung: