Lufthansa-Pilot mit Mütze | Bildquelle: dpa

Arbeitskampf bei Lufthansa Piloten verhandeln wieder - keine Streiks

Stand: 09.12.2016 14:20 Uhr

Vorerst gibt es keine weiteren Piloten-Streiks bei der Lufthansa. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kehrt an den Verhandlungstisch zurück. Die vorläufige finanzielle Bilanz des Arbeitskampfes im November: 100 Millionen Euro Kosten für die Lufthansa.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kehrt im Tarifstreit mit der Lufthansa an den Verhandlungstisch zurück. Man habe das konkretisierte Angebot der Lufthansa zur Vergütung der Piloten analysiert und wolle nächste Woche mit der Lufthansa darüber beraten. Thema sei dabei auch eine mögliche Schlichtung. Bis zum Abschluss der Beratungen werde nicht mehr gestreikt.

Sechs teure Streiktage

Sechs Streiktage gab es allein im November, 4500 Flüge musste die Lufthansa streichen. Betroffen waren mehr als eine halbe Million Passagiere. Kosten: rund 100 Millionen Euro. Der Tarifstreit zwischen Lufthansa und Cockpit dauert schon seit Jahren an. 2014 und 2015 liefen laut dem Konzern bereits Kosten in Höhe von 351 Millionen Euro durch Pilotenstreiks auf.

Andere Fluggesellschaften profitieren naturgemäß von dem Dauer-Arbeitskampf bei Lufthansa. Die Schwestergesellschaften Austrian und Swiss verbuchten im November Zuwächse von 10,9 und 4,3 Prozent, weil sie auf ihren Verbindungen nach Deutschland größere Maschinen einsetzen, um Lufthansa-Passagiere mitnehmen zu können. Auch die Lufthansa selbst flog im November 5,8 Prozent mehr Passagiere als vor einem Jahr. Das heißt allerdings wenig, weil im November 2015 ebenfalls ein Streik den Betrieb in weiten Teilen lahmgelegt hatte.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. Dezember 2016 um 15:30 Uhr in der Wirtschaft.

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