Flugzeuge der Lufthansa auf dem Münchner Flughafen | Bildquelle: AFP

Lufthansa appelliert an Cockpit "Wir müssen reden!"

Stand: 27.11.2016 10:25 Uhr

Die Lufthansa wird ungeduldig: Personalchefin Volkens fordert die Pilotengewerkschaft auf, an einem Kompromiss mitzuwirken. Heute sollen nur vereinzelt Flüge ausfallen, doch schon bald könnten die Piloten erneut die Arbeit niederlegen.

Die Lufthansa verliert langsam die Geduld mit ihren streikenden Piloten. Die Personalchefin des Konzerns, Bettina Volkens, hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) nun öffentlich aufgefordert, ihre "unnachgiebige Haltung" aufzugeben und sich an einer Kompromisslösung zu beteiligen. "Wir müssen reden!" appellierte sie an die Piloten in der "Bild am Sonntag".

Weiter sagte Volkens: "Eine Gehaltsforderung von plus 20 Prozent gibt es für keine andere Mitarbeitergruppe der Lufthansa und in keiner anderen Branche." Die Streikwelle habe Hunderttausende Fluggäste getroffen und sei "völlig unangemessen".

Piloten könnten am Montag wieder streiken

Seit Mittwoch hatten die Piloten der Lufthansa den Flugbetrieb in großen Teilen lahmgelegt. Am Samstag musste die Lufthansa 137 Flügen absagen, darunter 88 Interkontinental-Verbindungen. Seit Mittwoch strich die Airline insgesamt 2755 Flüge. Damit traf der Streik rund 345.000 Kunden.

Für heute rechnet das Unternehmen mit einem weitestgehend normalen Ablauf, voraussichtlich müssen nur noch einzelne Flüge gestrichen werden. Doch möglicherweise könnten die Piloten schon am Montag erneut streiken - allerdings gelte für weitere Streiks auch, dass derartige Aktionen mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt würden, hatte ein Cockpit-Sprecher zuvor gesagt.

Weiterhin Arbeitskampf bei der Lufthansa
tagesschau 13:15 Uhr, 27.11.2016, Sebastian Kisters, HR

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Neu aufgelegtes Angebot wurde abgelehnt

Ob es bald zu einer Lösung kommt, ist im Moment nicht abzusehen. Beide Seiten sind sich seit Streikbeginn keinen Schritt näher gekommen. Zwar hatte die Lufthansa am Freitag ein weiteres umfassendes Angebot vorgelegt, die VC lehnte dieses jedoch ab und erklärte zur Begründung, die Inhalte habe Lufthansa bereits vor zwei Monaten auf den Tisch gelegt. Die Lufthansa bestätigte das später. Lufthansa-Sprecher Martin Leutke sagte, man wiederhole dieses Angebot, obwohl sich die Welt der Luftfahrt dramatisch weiterentwickelt habe.

Das Angebot sah eine "Gesamtlösung" vor. Statt einer Lohnerhöhung von 2,5 Prozent bot der Konzern nun eine Anhebung um insgesamt 4,4 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern vor.

Dies soll allerdings durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden - unter anderem bei der Betriebsrente. Die Piloten sollen sich künftig mit einer Zusage für die Beiträge zur Altersversorgung begnügen. Für die spätere Rente will der Konzern nicht mehr einstehen.

Die Piloten gehören mit durchschnittlichen jährlichen Gehältern von rund 140.000 Euro zu den Großverdienern im Konzern. Der Streit zwischen ihnen und der Geschäftsführung gärt seit Jahren. Die Gewerkschaft fordert für die Piloten rückwirkend ab 2012 jährlich 3,66 Prozent mehr Lohn - insgesamt ist das laut Unternehmen ein Plus von rund 20 Prozent.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. November 2016 um 20:00 Uhr.

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