Angeschlagener TV-Hersteller Loewe findet Partner in China

Nach Antrag auf Gläubigerschutz

Loewe findet Partner in China

Der ums Überleben kämpfende Fernseher-Hersteller Loewe hat Hilfe in China gefunden. Der fränkische Konzern vereinbarte mit dem Hersteller Hisense International eine strategische Partnerschaft.

Loewe (Bildquelle: picture alliance / dpa)
galerie

Werden für die Qualität gelobt, bringen dem Unternehmen aber keinen Gewinn: Fernseher von Loewe

Die Partnerschaft soll es Loewe nach Darstellung des Unternehmens ermöglichen, auch im preisgünstigeren Einstiegssegment Geräte mit neuester Technologie anzubieten. Damit entstünden neben dem Fachhandel als bisher wichtigstem Vertriebspartner neue Chancen in den Flächenmärkten im In- und Ausland, hieß es.

Hisense werde Loewe dauerhaften Zugang zur neuen TV-Panel-Technologie ermöglichen und dem deutschen Unternehmen den chinesischen Markt öffnen. Hisense könne im Gegenzug das Vertriebsnetz von Loewe in Westeuropa nutzen.

Marc Neupert, BR, zu Loewes chinesischem Kooperationspartner
tagesschau24 14:30 Uhr, 31.07.2013

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Nach jahrelangen Verlusten unter Gläubigerschutz

Loewe mit Sitz im fränkischen Kronach steht seit 17. Juli unter gerichtlichem Gläubigerschutz. Innerhalb von drei Monaten muss die Gesellschaft frisches Kapital auftreiben. Sonst droht die Insolvenz.

Loewe-Fernseher werden zwar für ihre hohe Qualität gelobt. Allerdings sind sie auch deutlich teurer als Konkurrenzfabrikate aus Asien. Die Erlöse des Traditionsherstellers gehen darum seit Jahren zurück. Ausweislich der Ende März vorgelegten Zahlen lag der Umsatz zuletzt nur noch bei 250 Millionen Euro. Vor fünf Jahren waren es noch 374 Millionen Euro. Seit 2010 schreibt das Unternehmen durchgehend rote Zahlen. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei 29 Millionen Euro.

Stand: 31.07.2013 09:53 Uhr

Darstellung: