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Ausweitung startet zum 1. August

1135 km Bundesstraße werden für Lkw mautpflichtig

Lastwagen auf der B 75 bei Delmenhorst
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Die B 75 bei Delmenhorst ist eine der Bundesstraßen, auf denen für Lastwagen Maut fällig wird

Mit dem Monatswechsel wird die Lkw-Maut auch auf einigen Bundesstraßen fällig. Unmittelbar davor kommen aus der SPD Stimmen, die für eine weitere Ausdehnung plädieren.

Die SPD wolle prüfen, ob in der kommenden Legislaturperiode ab 2013 alle Bundesstraßen einbezogen werden können. Voraussetzung sei, dass die Systemkosten für den Betrieb niedrig seien und die Einnahmen zusätzlich in die Infrastruktur flössen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol.

Viele vierspurige Bundesstraßen künftig mautpflichtig

Die Lkw-Maut für Bundesstraßen gilt ab dem 1. August um Mitternacht - allerdings nur auf 1135 Kilometern des insgesamt knapp 40.000 Kilometer langen Bundesstraßennetzes. Überwiegend handelt es sich dabei um vierspurig ausgebaute Straßen, die direkt an Autobahnen anschließen. Sie liegen in allen Teilen Deutschlands - von der B19 bei Sonthofen ganz im Süden bis zur B200 bei Flensburg ganz im Norden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wird in der Nacht in der Zentrale des Mautbetreibers Toll Collect den symbolischen "roten Knopf" drücken.

Bislang wurde die Lkw-Maut nur auf Autobahnen fällig - sowie auf einigen wenigen anderen Straßen, die von Lkw-Fahrern häufig aus Ausweichrouten zu Autobahnen genutzt werden. Im Schnitt müssen je Kilometer 17 Cent bezahlt werden.

Einnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr erwartet

Von der anstehenden Ausweitung der Maut werden Einnahmen von etwa 100 Millionen Euro im Jahr erwartet. Sie sollen dem Straßenbau zugutekommen. Die Lkw-Maut auf Autobahnen brachte zuletzt rund 4,5 Milliarden Euro in die Bundeskasse.

Der Städte- und Gemeindebund sprach sich dafür aus, alle Straßen mautpflichtig zu machen. "Mittelfristig müssen wir zu einer Mauterfassung insbesondere des Lkw-Verkehrs auf allen Straßen kommen" und die Kommunen müssten an den Einnahmen beteiligt werden. Andernfalls werde der "Investitionsrückstau" zunehmen, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, am Wochenende den "Ruhr Nachrichten".

Stand: 31.07.2012 12:03 Uhr

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