Ein neuer britischer 10-Pfund-Schein wird vor dem Gebäude der Bank of England hochgehalten. (Archiv) | Bildquelle: AP

Bank of England Leitzinserhöhung gegen die Inflation

Stand: 02.11.2017 14:04 Uhr

Aus Sorge vor negativen wirtschaftlichen Brexit-Folgen hatte die Notenbank in London den Leitzins im vergangenen Jahr gesenkt. Nun folgt die Trendwende: Der Leitzins steigt um einen Viertelpunkt auf 0,5 Prozent. Einer der Gründe: die hohe Inflation.

Die britische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit rund zehn Jahren erhöht. Die Bank of England entschied, den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geldinstitute um einen Viertelpunkt auf 0,5 Prozent anzuheben. Die Entscheidung fiel mit sieben zu zwei Stimmen.

Mit der Entscheidung macht das Institut einen Teil seiner geldpolitischen Lockerung rückgängig, die sie anlässlich des Brexit-Referendums 2016 ergriffen hatte. Aus der Befürchtung, die britische Wirtschaft könnte infolge des geplanten EU-Ausstiegs abstürzen, hatte die Notenbank sowohl ihren Leitzins gesenkt als auch zusätzliche Wertpapierkäufe zur Konjunkturstützung vorgenommen.

Inflation auf der Insel

Damit reagiert das Institut allerdings auch auf die steigende Inflation, die an der Kaufkraft der Briten nagt. Seit dem EU-Austrittsvotum vom Juni 2016 hat das Pfund deutlich abgewertet, was Importe verteuert und so die Preise anheizt. Mittlerweile liegt die Teuerungsrate mit drei Prozent. Dies ist weit über der Zielmarke der Bank of England. Die Zinserhöhung soll diesen Preisauftrieb dämpfen.

Bank of England erhöht den Leitzins
Stephanie Pieper, ARD London
02.11.2017 18:03 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 02. November 2017 um 10:00 Uhr.

Darstellung: