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[Bildunterschrift: Eine Leica-Mitarbeiterin bei der Endmontage einer Kamera. Das Traditionsunternehmen will neue Märkte erschließen. ]
Der US-Finanzinvestor Blackstone steigt beim traditionsreichen Kamerahersteller Leica ein. Blackstone kauft vom österreichischen Leica-Mehrheitsaktionär ACM Projektentwicklung einen 44-Prozent-Anteil an dem Unternehmen. Ziel sei es, Leicas internationale Wachstumspläne zu unterstützen, teilten Leica und Blackstone mit. Der Kamerahersteller wolle künftig neue Märkte in Asien, Südamerika und im Mittleren Osten erschließen.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 setzte Leica 249 Millionen Euro um und verdiente damit operativ 42 Millionen Euro. Die Beteiligungsfirma AMC hält bisher mehr als 95 Prozent an Leica.
Leica hat seinen Hauptsitz im hessischen Solms und beschäftigt nach eigenen Angaben 1150 Mitarbeiter. Das Unternehmen machte sich seit dem Ersten Weltkrieg mit hochwertigen Fotoapparaten und Objektiven weltweit einen Namen; die Kameras wurden unter anderem von Fotografen-Legenden wie Henri Cartier-Bresson genutzt. 2005 stand Leica allerdings am Rande der Pleite - und musste mit einer Kapitalerhöhung gerettet werden, weil es den Umstieg von analoger auf digitale Technik verpasst hatte. 2009 brachte Leica gleich drei neue Produktreihen auf den Markt und schaffte damit die Trendwende.
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