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Bei deutschen Firmen gibt es nach Arbeitgeberangaben noch viele freie Lehrstellen. Allein in den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern seien noch 15.000 Ausbildungsplätze frei, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. In allen Berufen gebe es noch freie Plätze, sodass junge Leute eine große Auswahl hätten, sagte Verbandspräsident Otto Kentzler. Die Zahl der Ausbildungsverträge liege 1,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.
[Bildunterschrift: Diese Steward-Auszubildende hat einen Ausbildungsplatz gefunden. Aber wie gut ist die Lage aus dem Ausbildungmarkt wirklich? ]
Auch der Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann sprach gegenüber der "Passauer Neuen Presse" von einer robusten Verfassung des Ausbildungsmarktes - bis Ende Juli seien sogar etwas mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr unterzeichnet worden. Besonders im Osten suchten viele Firmen allerdings wegen des teils dramatischen Rückgangs der Schulabgängerzahlen "händeringend" nach qualifizierten Bewerbern.
Der DGB hatte Ende Juli hingegen einen Lehrstellenmangel beklagt: Aktuell fehlten in diesem Jahr 106.000 betriebliche Ausbildungsplätze. Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigten, dass Ende Juli den 511.000 Bewerbern lediglich rund 405.000 betriebliche Lehrstellen zur Verfügung standen. "Diese Situation fügt sich nahtlos in die dramatische Entwicklung der letzten Jahre und stellt der Wirtschaft und der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus", hieß es. Nach wie vor beteiligten sich zudem weniger als ein Viertel aller Unternehmen in Deutschland aktiv an Ausbildung.
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