Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Die Pleite der US-Bank Lehman Brothers trifft auch die Rentenversicherung in Deutschland. Einer der insgesamt 16 Träger der gesetzlichen Rentenversicherung hatte nach Angaben der Bundesregierung 44,5 Millionen Euro als Termineinlagen bei der deutschen Tochter der US-Bank angelegt.
[Bildunterschrift: Auch die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung haben Millionenbeträge bei Lehman Brothers angelegt. ]
Der Finanzchef der Deutschen Rentenversicherung Rheinland sagte der "Frankfurter Rundschau", sein Institut habe seine derzeit eingefrorenen Rücklagen zu Zinssätzen zwischen 4,8 und 5,0 Prozent bei der deutschen Tochter der Lehman-Bank angelegt. Das Geld sei Ende Juli eingezahlt worden, sagte Karl-Josef Hussmann. Den Beitragszahlern sei "kein Verlust" entstanden, da der Banken-Einlagensicherungsfonds für den Betrag gerade stehe.
Hinzu kämen 57,55 Millionen Euro Termineinlagen bei Lehman Brothers im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung, teilte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion mit. Ob auch die gesetzliche Krankenversicherung offene Forderungen gegenüber Lehman Brothers hat, sei nicht bekannt.
Die Bundesregierung betonte ebenso wie die Deutsche Rentenversicherung, dass das Geld über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken geschützt sei. Die Sicherungsgrenze betrage je Einleger 285,1 Millionen Euro, sagte der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung, Dirk von der Heide. "Insofern besteht keine Gefahr für das Geld", erklärte er.
Dossier:
Der Bundesregierung zufolge bewegte sich das Engagement aller deutschen Kreditinstitute bei Lehman Brothers "im unteren einstelligen Milliardenbereich". Bei der deutschen Tochter der US-Bank hätten Kreditinstitute mit deutscher Banklizenz eine Summe "im mittleren dreistelligen Millionenbereich" angelegt.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW